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Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r)

Aufstiegschancen durch Fortbildung: ZMV, ZMP, ZMF und DH

Die Musterfortbildungsordnungen

Die Entwicklung der modernen präventionsorientierten Zahnmedizin, der Einzug der EDV in den Verwaltungsbereich der Praxen und die medizinisch-technische Entwicklung erfordern eine ständige Fortbildung.

"Einmal im Leben zu lernen reicht aus" - diese Auffassung ist falsch !

Die Angebote der Fortbildung sollten genutzt werden, um den Arbeitsplatz zu sichern und um die individuelle Einsatzmöglichkeit stetig erweiterungsfähig zu halten.

Die (Landes-)Zahnärztekammern haben für die fortgebildeten nicht zahnärztlichen Mitarbeiterinnen deren Tätigkeitsspektrum im Sinne von Delegationsrichtlinien übersichtlich und zur raschen praxisnahen Orientierung zusammen gestellt und gleichzeitig rechtsklare und rechtssichere Informationen und Gestaltungsräume der Delegation in der zahnärztlichen Praxis eröffnet.
Die in diesem "Einsatzrahmen Zahnmedizinische Fachangestellte" (*.pdf-Dokument) zusammengefassten Delegationsgrundsätze finden neben einer gesetzlichen Delegationseröffnung im § 1 Abs. 5 und 6 Zahnheilkundegesetz (ZHG) außerdem ihre rechtliche Grundlage und Anerkennung im Sozialgesetzbuch in den zivilrechtlichen Bestimmungen zu dem Behandlungsvertrag, bestätigt in verschiedenen Entscheidungen der Rechtsprechung und im zahnärztlichen Berufsrecht.

Anpassungsfortbildung

Diese Kurse verleihen den Absolventinnen eine besondere Qualifikation und ermöglichen einen Einsatz im erweiterten Tätigkeitsrahmen der Praxen.

Aufstiegsfortbildung

Die Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP)

 Musterfortbildungsordnung ZMP (*.pdf-Dokument)

Die ZMP entlastet den Zahnarzt bei der zahnmedizinischen Vorsorge. Sie ist befähigt, die professionelle Zahnreinigung mit allen zur Verfügung stehenden modernen Apparaten und Hilfsmitteln unter Aufsicht des Zahnarztes selbständig durchzuführen.
"Vorbeugen ist besser als heilen", diese alte Volksweisheit besitzt nirgendwo mehr Gültigkeit als in der Zahnmedizin.
In Zeiten eines gesteigerten Gesundheitsbewußtseins in der Bevölkerung nimmt die Individualprophylaxe einen immer größer werdenden Stellenwert ein und erfordert daher auch immer mehr Raum in der zahnärzltichen Praxis. Um für diese Aufgabe gewappnet zu sein, ist engagiertes und vor allem gut ausgebildetes Prophylaxepersonal erforderlich. Die berufliche Fortbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten ist ein Bestandteil des Wandels in den Praxen.
Die Aufstiegsfortbildung zur ZMP ist eine Fortbildung, die sich lohnt. Ein Beruf mit Zukunft. Sie macht das Berufsbild der Zahnmedizinischen Fachangestellten attraktiver und bringt ihr somit mehr Souveranität und Zufriedenheit im Beruf.

Fortbildungsziel:
Noch vor einigen Jahren war nicht absehbar, welche Entwicklung die zahnärztliche Prävention und die Durchführung der Prophylaxe nehmen würde. Mit dieser Fortbildung soll für die Praxis eine sachkundige und qualifizierte Mitarbeiterin auf dem Gebiet der Prävention geschaffen werden.
Der Einsatz der ZMP liegt schwerpunktmäßig in der Gesundheitsvorsorge, -erziehung und -aufklärung. Selbstverständlich muß diese Mitarbeit unter Anleitung und Aufsicht des Zahnarztes erfolgen.

Die Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV)

 Musterfortbildungsordnung ZMV (*.pdf-Dokument)

Sie entlastet den Zahnarzt von Büro- und Verwaltungsarbeiten, Terminplanung, Schriftverkehr, oftmals moderne elektronische Datenverarbeitung lassen hier die Fäden der Praxis zusammenlaufen.
Als künftige ZMV entlasten Sie Ihren Praxisinhaber sachkundig und verantwortlich von allen Aufgabenstellungen im administrativen Bereich. Sie verfügen über besondere abrechnungstechnische, informationstechnologische, (arbeits-)rechtliche und betriebswirtschaftlich-kaufmännische Kenntnisse und nehmen dadurch eine besondere Schlüsselfunktion in der Praxis wahr:
Sie sind AnsprechpartnerIn für Patienten und MittlerIn im Teamgefüge zwischen Praxisinhaber, MitarbeiterInnen und Auszubildende. Für den Ausbildungsbereich steht der Praxis mit einer ZMV eine hervorragend ausgebildete Fachkraft zur Verfügung; stärker als bisher sind Ausbildungsinhalte zur Unterweisung an Sie zu übertragen.

Die Zahnmedizinische Fachassistentin (ZMF)

 Musterfortbildungsordnung ZMF (*.pdf-Dokument)

Die Patientenaufklärung hinsichtlich optimaler Mundhygiene, mundgesunder Ernährung, oraler Prävention und Therapie gehören zum Aufgabengebiet der Zahnmedizinischen Fachassistentinnen.
Unter Anweisung führen sie auch begleitende präventive Behandlungsmaßnahmen selbständig durch. Im Bereich der Praxisorganisation und –verwaltung besitzt die Zahnmedizinische Fachassistentin besondere Qualifikationen, außerdem ist sie mitverantwortlich für die Aus- und Weiterbildung neu ins zahnärztliche Praxisteam stoßender junger Kollegen und Kolleginnen.

Die Dental Hygienikerin (DH)

 Musterfortbildungsordnung Dental Hygenist (*.pdf-Dokument)

Die höchste Ebene des stufenweisen modularen Fortbildungssystems bildet gegenwärtig das Berufsbild der Dentalhygienikerin.
Nach internationalem Vorbild ist ihr Aufgabengebiet in der Praxis primär die umfassende orale Prophylaxe: das Erkennen und Erfassen von Krankheiten im Bereich der Mundhöhle, die intensive Beratung und Motivation der Patienten zur häuslichen Prophylaxe gehören ebenso zu ihrem Verantwortungsbereich wie die Assistenz bei allen komplizierten Behandlungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich.

Kurzum: Die fortgebildeten Zahnmedizinischen Fachangestellten sind Führungskräfte im zahnärztlichen Praxismanagement.
Die Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten für ZFA in Deutschland beschreibt detailliert der hier niedergelegte Übersichtsartikel aus den "Zahnärztlichen Mitteilungen" "Wege durch den Dschungel" (*.pdf-Dokument) .