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"Zahnarzt ist kein Kredit-Makler"

Der Präsident der Bundeszahnärztekammer Dr. Dr. Weitkamp übt scharfe Kritik an Plänen des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, Patienten Darlehen zu offerieren

Berlin, 14.12.2004 - 

Scharfe Kritik an dem durch die Presse bekannt gewordenen Vorhaben des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Patienten verbilligte Kredite zur Bezahlung der Behandlung zu offerieren, übt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp: "Die Zahnarztpraxis darf nicht zum Marktstand verkommen. Ebenso undenkbar ist die Rolle des Zahnarztes als Finanzmakler. Unser Berufsstand ist kein Gewerbe und soll es auch nicht werden. Wir bleiben ein freier Heilberuf", stellt der oberste Repräsentant der deutschen Zahnärzteschaft unmissverständlich klar. Weitkamp verweist auf das Zahnheilkundegesetz und die Berufsordnung für Zahnärzte, nach denen es untersagt ist, die zahnärztliche Berufsbezeichnung für gewerbliche Zwecke zu verwenden oder ihre Verwendung für gewerbliche Zwecke zu gestatten.

Weitkamp reagiert damit auf Presseveröffentlichungen, nach denen verbilligte Kredite für Zahnersatz offeriert werden sollen. Der BZÄK-Präsident sieht in diesem Angebot "eine Gefährdung des guten Namens unseres Berufsstandes". Die Aufgabe des Zahnarztes sei die berufsmäßige, auf zahnärztlich-wissenschaftliche Erkenntnisse gegründete Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (§1, Abs. 3 Zahnheilkundegesetz). Die Vermittlung von Krediten zähle eindeutig nicht dazu. BZÄK-Präsident Weitkamp: "Ein solches Vorhaben ist mit dem Ethos eines Heilberuflers nicht zu vereinbaren."

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