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Deutscher Zahnärztetag 2010: Politisches Umdenken im Gesundheitssystem nötig
Berlin, 17.11.2010 -Anlässlich des Deutschen Zahnärztetages 2010 in Frankfurt am Main vom 10.11. bis 13.11.2010 riefen Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) die Regierungskoalition zur Durchführung dringend erforderlicher Reformschritte im Gesundheitswesen auf. So forderten die Standesorganisationen die überfällige Novellierung der Approbationsordnung Zahnmedizin (AppOZ), eine Strukturreform im Bereich der vertragszahnärztlichen Versorgung sowie der privatrechtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel unterstrich erneut die Dringlichkeit der Novellierung der 23 Jahre alten privatrechtlichen GOZ. Gemeinsam mit der Ärzteschaft wende man sich zudem vehement gegen die Einführung der von der privaten Krankenversicherung (PKV) geforderten Öffnungsklausel im Bereich der privaten Gebührenordnungen GOÄ und GOZ.
Der Vorstandsvorsitzende der KZBV, Dr. Jürgen Fedderwitz, mahnte die Umsetzung überfälliger Strukturreformen in der vertragszahnärztlichen Versorgung an. Die an starren, Grundlohnsummen orientierten Budgets, die es nur im zahnmedizinischen Sektor gebe, müssten endlich beseitigt werden.
Der Präsident der DGZMK, Prof. Dr. Thomas Hoffmann, forderte die Einführung einer neuen, zukunftsweisenden AppOZ, die fachlichen Fortschritt und demographischen Wandel berücksichtige. Es sollten endlich die Empfehlungen des Wissenschaftsrates aus dem Jahr 2005 umgesetzt und die personelle und finanzielle Ausstattung im Zahnmedizinstudium jener in der Medizin angeglichen werden, mahnte er.
Neben den politischen Punkten bestimmten aktuelle zahnmedizinische Themen den Deutschen Zahnärztetag 2010. Mit 6.350 Teilnehmern, Zahnärzten aus ganz Deutschland, zahnmedizinischen Mitarbeitern und Zahnmedizinstudenten, wurde die höchste Teilnehmerzahl der vergangenen Jahre verzeichnet. 220 Referenten aus allen zahnmedizinischen Fachrichtungen präsentierten die wichtigsten Neuerungen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.



