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Aufgabenbereiche der Bundeszahnärztekammer

1. Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Ziel ist eine GOZ, die den Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte und präventionsorientierte Zahnheilkunde gerecht wird und die nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen bewertet ist. Der Patient besitzt das Recht auf Teilhabe am medizinischen Fortschritt, den eine Gebührenordnung abbilden muss.

2. Freiheit und Flexibilisierung der Berufsausübung in fachlicher Unabhängigkeit

Die Novellierung der Approbationsordnung muss forciert werden, um weiterhin einen hohen Ausbildungsstandard zu gewährleisten. Bei der Fort- und Weiterbildung (MBO) sind die europäischen Entwicklungen zu berücksichtigen. Die in der Berufsordnung niedergelegten Grundsätze zur Flexibilisierung der Berufsausübung bedürfen unter der Prämisse der Eigenverantwortung und fachlichen Unabhängigkeit einer aktiven Gestaltung.

3. Mitgestaltung einer patientenorientierten Gesundheitsversorgung mit freier Arztwahl Patientenrechte (EU), Transparenz, Behandlungsfehlerdokumentation, Information

Die BZÄK setzt sich für eine qualitätsorientierte zahnmedizinische Versorgung ein, die unerlässlich ist, um einen guten Gesundheitszustand sicherzustellen. Sie ist bemüht, eine offene Kultur der Patientensicherheit zu schaffen, in der Zahnärzte aus eigenen und fremden Erfahrungen lernen können. Die BZÄK unterstützt die Erhöhung der gesundheitlichen Kompetenz der Patienten und die Stärkung der Patientensouveränität durch ein System transparenter Patientenberatung. Patienten sollen befähigt werden, ihre Rolle als mündiger Patient wahrzunehmen. Hierzu gehören u. a. qualitätsgesicherte, unabhängige und zielgerichtete Gesundheitsinformationen, die laienverständlich sind.

4. Unterstützung der Einführung eines Systems befundabhängiger Festzuschüsse für die gesamte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Zahnmedizin stößt zunehmend an gesundheitsökonomische Grenzen. Der Patient hat ein Recht auf Teilhabe am medizinischen Fortschritt ohne seine solide Grundversorgung zu verlieren. Festzuschüsse bieten einen allgemein akzeptierten Ansatz dies zu realisieren.

5. Förderung der Versorgungsforschung

Versorgungsforschung bedeutet für den Berufsstand eine kritische Auseinandersetzung auf wissenschaftlicher Grundlage mit den Rahmenbedingungen des Versorgungsalltages als Beitrag zur Gesundheitssystemgestaltung.

6. Qualitätsförderung

Aspekte der Qualitätsförderung berühren alle Bereiche der Arbeit der Bundeszahnärztekammer. Eine selbstbestimmte Qualitätsförderung auf wissenschaftlicher Grundlage richtet sich auf den Patienten aus und orientiert sich am zahnärztlichen Versorgungsalltag.

7. Berufscodex für Zahnärzte / Ethik in der Zahnheilkunde

Für alle Aspekte der zahnärztlichen Berufsethik und des professionellen Verhaltens sowie der Verpflichtung qualitativ hochwertige zahnärztliche Leistungen zu erbringen wird der BERUFSKODEX FÜR ZAHNÄRZTE IN DER EUROPÄISCHEN UNION des CED (2007) als Grundlage der berufspolitischen Arbeit der BZÄK genommen.

8. Evidence-based Dentistry als Grundlage einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die Nutzenbewertung zahnärztlicher Maßnahmen wird stärker an den Prinzipien der Evidence-based Dentistry gemessen. Wissenschaftliche Forschungsansätze sollten sich deshalb an diesen Prinzipien ausrichten, um dem Zahnarzt im Versorgungsalltag die nötige Sicherheit für seine Behandlungsentscheidung zu geben.