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Genügend

Speichel

ist wichtig für gesunde Zähne

und eine intakte Mundschleimhaut. Neben der

Spül- und Abwehrfunktion des Speichels lagern

sich Mineralien aus dem Speichel in den Zahn-

schmelz ein. Verringert sich der Speichelfluss,

steigt das Kariesrisiko. Bei stark reduziertem

Speichelfluss trocknet die Mundschleimhaut

aus, wird rissig und schmerzt. Durch rissige

Schleimhaut können Bakterien in den Blutkreis-

lauf gelangen. Viele

Medikamente

reduzieren

als Nebenwirkung die Speichelproduktion.

Nach Bestrahlungen im Kopf-Halsbereich werden

häufig die Speicheldrüsen geschädigt, was eine

extreme Mundtrockenheit (Xerostomie) zur

Folge haben kann.

Blutgerinnungshemmende Medikamente

beugen einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt

oder einer Thrombose vor. Wird eine Zahnent-

fernung notwendig, besteht ein Nachblutungs-

risiko. Zahnarzt und Hausarzt wägen ab, ob der

Gerinnungshemmer abgesetzt oder zeitweise

durch andere Medikamente ersetzt werden kann.

Im Einzelfall muss der Patient evtl. stationär in

einer Zahnklinik aufgenommen werden.

Bisphosphonate

oder andere antiresorptive

Medikamente bekommen viele ältere Patienten,

insbesondere zur Therapie von Krebserkrankun-

gen, aber auch zur Vorbeugung bei Osteoporose.

Nach Zahnentfernungen bzw. bei Druckstellen

aufgrund schlecht sitzender Prothesen können

sich schwere und langwierige Wundheilungs-

störungen entwickeln.

Manche

Medikamente gegen Epilepsie

(Phenytoinpräparate),

Bluthochdruck

(Amlodipin)

oder nach

Organtransplantationen

(Ciclosporin A)

können Zahnfleischwucherungen auslösen.

Häufig lassen sich die Zähne weniger gut reinigen

und es kommt aufgrund der zusätzlichen

Schmutznischen zu Mundgeruch und Zahn-

fleischentzündungen.

Risiken II