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 26.05.2014

Qualitätsinstitut: Bundeszahnärztekammer, Bundesärztekammer und Bundespsychotherapeutenkammer fordern Sitz und Stimme im Institut

Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages beriet am 21. Mai über die geplante Gründung eines wissenschaftlichen Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz. Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Bundesärztekammer (BÄK) und Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) boten ihre Mitarbeit im Gründungsprozess des Instituts an und forderten eine verantwortliche Einbindung in das zukünftige Qualitätsinstitut.

Laut dem Präsidenten der BZÄK, Dr. Peter Engel, berühren die zukünftigen Aufgaben des Instituts Kernkompetenzen der Selbstverwaltung. Die im Gesetzentwurf vorgesehenen Beteiligungskompetenzen waren bislang jedoch völlig ungenügend. Qualitätssicherung war und ist originäre Kammeraufgabe. Diesen Sachverstand sollten die Kammern aktiv einbringen, daher fordern BZÄK, BÄK und BPtK Sitz und Stimme im zukünftigen Qualitätsinstitut.
Die Qualitätsförderung ist als zentrale Kammeraufgabe in den Heilberufe- und Kammergesetzen der Länder sowie den Berufsordnungen der (Landes-) Zahnärztekammern verankert. Trotz der zunehmenden Verlagerung in das SGB V sind die Kammern umfassend für die Sicherstellung der Qualität in der Zahnmedizin zuständig.

Die Zahnärztekammern sorgen für eine patienten-, wohnort- und praxisnahe Umsetzung der zahnärztlichen Qualitätsförderung. Zudem sind sie schon heute auf Landesebene an der Umsetzung der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses zur einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung beteiligt.
 
Das unabhängige Qualitätsinstitut soll zukünftig als vom Gemeinsamen Bundesausschuss fachlich unabhängige wissenschaftliche Einrichtung agieren, der zusätzliche Aufgaben zur Förderung der Qualitätsorientierung in der Gesundheitsversorgung übertragen werden. Zudem wird mit einer verantwortlichen Einbindung der Spitzenverbände der Heilberufekammern in den Vorstand der Stiftung die Legitimation des unabhängigen Qualitätsinstituts gestärkt.