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 29.05.2018

Raucher erkranken schneller und häufiger an Parodontitis

Bundeszahnärztekammer zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai

Raucher haben ein stark erhöhtes Risiko für Parodontitis und infolgedessen auch für Zahnverlust. Darauf weist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai hin.
„Parodontitis ist eine Volkskrankheit, jeder zweite Erwachsene ist davon betroffen. Zigaretten und andere Tabakprodukte erhöhen das Risiko einer Erkrankung stark. Das Rauchen aufzugeben – oder noch besser: gar nicht erst anzufangen – beugt aber nicht nur Parodontitis vor, sondern schützt auch vor vielen anderen Erkrankungen wie (Mund-)Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Tabakkonsum ist global eine der häufigsten vermeidbaren Ursachen für Krankheiten“, so Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.

40 Millionen schwere Parodontitisfälle weltweit verursacht das Rauchen, zeigt eine aktuelle Studie der Berliner Charité sowie der Universitäten Halle-Wittenberg und Kiel mit Daten aus 186 Ländern. Insbesondere männliche Raucher mittleren Alters leiden demnach unter Parodontitis. In Deutschland sind rund zehn Prozent der Parodontalerkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen (www.nutrition-impacts.org/media/2017%20Schwendicke_et_al.pdf).

Hintergrund
Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats und zählt genau wie Karies zu den Volkskrankheiten. Nach dem 50. Lebensjahr ist sie die häufigste Ursache für den Verlust von Zähnen. Verantwortlich für die Entwicklung einer Parodontitis sind bestimmte Bakterien. Eine unbehandelte Parodontitis hat nicht nur negative Auswirkungen in der Mundhöhle, sondern gilt auch als Risikofaktor für verschiedene Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Pressekontakt: Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150, E-Mail: presse@bzaek.de

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