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Berlin, 08.08.2013

Deutsche 12-Jährige haben gesunde Zähne

Prävention allen sozialen Lagen und jedem Alter zugänglich machen

Zum Weltjugendtag verweist die Bundeszahnärztekammer auf die herausragende Mundgesundheit der Jugendlichen in Deutschland. In der Altersgruppe der 12-Jährigen nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen der besten Plätze ein. Die Karieslast der Jugendlichen ist seit Jahren stark rückläufig. Grund hierfür ist der starke Präventionsansatz in der  Zahnmedizin. Auch bei den 6-Jährigen sinkt die Karieslast, dies aber deutlich langsamer. Ursache ist die bereits bis zum 3. Lebensjahr entstandene frühkindliche Karies.

Allerdings partizipieren nicht alle Kinder und Jugendlichen an diesen Erfolgen: Kinder und Jugendliche in schwierigen sozialen Lagen haben wesentlich mehr kariöse Zähne.
„In Deutschland kann daher von einer ‚Kariespolarisation‘ gesprochen werden“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, „Karies ist ungleichmäßig zwischen den sozialen Schichten verteilt. Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen hat keine oder kaum Karies, ein kleiner Teil jedoch den Hauptteil der Karieslast.“

Damit Kinder und Jugendliche gleichermaßen gute Zähne haben können, ist ein frühzeitiges, bereits ab Geburt greifendes Präventionsnetz nötig, fordert die Bundeszahnärztekammer.

Quelle/Zahlen:
Statistisches Jahrbuch 2011/2012 der Bundeszahnärztekammer, WHO

Infografik

Hintergrund
Der Grad des Kariesbefalls wird durch Auszählen der fehlenden, gefüllten und kariösen unbehandelten Zähne ohne Berücksichtigung der Weisheitszähne erfasst, der sog. DMF-T-Index (decayed, missing, filled; teeth).

Pressekontakt:
Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150, E-Mail: presse@bzaek.de
Presseexemplar Statistisches Jahrbuch über presse@bzaek.de

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