Klartext


 31.03.2014

Klartext 03/14

Positionspapier der BZÄK zur Europawahl 2014

Die Bundeszahnärztekammer hat ihre Positionen für die Europawahl 2014 in einem "Gesundheits- und binnenmarktpolitischen Positionspapier" zusammengefasst, das auf dem Europatag am 09. April 2014 vorgestellt werden wird.

Das Papier wird in einer gedruckten Version den Kandidaten für die Europawahl zur Verfügung gestellt und ist zudem online abrufbar. Das  Positionspapier beschäftigt sich mit den wesentlichen Weichenstellungen der kommenden Legislaturperiode in der Gesundheits- und Binnenmarktpolitik, etwa der Revision des Rechtsrahmens für Medizinprodukte oder der Diskussion zur Normierung von Gesundheitsdienstleistungen. Auch das Thema regulierte Berufe ist einer der Schwerpunkte. Die Bundeszahnärztekammer hat insgesamt zehn Kernforderungen formuliert.

Im Mai 2014 sind die Bürger Europas dazu aufgerufen, das Europäische Parlament für weitere fünf Jahre neu zu wählen. Diese Wahl steht unter besonderen Vorzeichen: Erstmals treten die Parteien mit europaweiten Spitzenkandidaten an. Des Weiteren hat die Wirtschafts- und Eurokrise in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten zu erheblichen sozialen Verwerfungen geführt, was die Europawahl sicherlich beeinflussen wird.

Positionspapier

Europatag

Bundeszahnärztekammer, PKV und Beihilfe lösen Auslegungsfragen der GOZ

Die Bundeszahnärztekammer, der Verband der Privaten Krankenversicherung und die Beihilfestellen von Bund und Ländern haben im Jahr 2013 die Einrichtung eines Beratungsforums für Gebührenordnungsfragen vereinbart, um gemeinsam daran zu arbeiten, die Rechtsunsicherheit nach der Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) zu beseitigen. Das neue Gremium hat die Aufgabe übernommen, grundsätzliche Auslegungsfragen der GOZ, Fragen der privatzahnärztlichen Qualitätssicherung sowie Fragen des Inhalts und der Abgrenzung privatzahnärztlicher Leistungen zu diskutieren und möglichst einvernehmlich zu beantworten. Ein wichtiges Ziel ist dabei die Verbesserung der Beziehung zwischen Patient, Zahnarzt und Versicherungsmitarbeiter in der täglichen Praxis.

Erklärte Zielsetzung nach Ablauf des ersten Geschäftsjahrs ist, Probleme im Vorfeld zu lösen und dadurch Auslegungsstreitigkeiten oder vielfache gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Deshalb haben sich die Mitglieder des Beratungsforums einvernehmlich auf die nachfolgenden Beschlüsse verständigt:

  1. Berechnungsfähigkeit des Operationsmikroskops
  2. Zusätzliche Berechnung Im Zusammenhang mit der Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit aushärtenden Kunststoffen und Glattflächenversiegelung
  3. Stillung einer übermäßigen Blutung
  4. Adhäsive Wurzelfüllung
  5. Trennung von Liquidation und Erstattung

 Beschlüsse des Beratungsforums

Frühjahrssitzung des Council of European Chief Dental Officers (CECDO): Zuckerkonsum drastisch senken

Am 04./05. März 2014 fand das CECDO Frühjahrstreffen auf Einladung des griechischen Gesundheitsministers in Athen statt. Es wurde gemeinsam mit den Chief Medical Officers (CMO) und den Chief Nursing Officers (CNO) abgehalten. Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO Regional Director für Europa, berichtete u.a. über die WHO-Kampagne zur drastischen Reduktion des Zuckerkonsums. Eindringlich sprach sie sich für deutlich geringere Richtwerte zum täglichen Zuckerkonsum aus: auf künftig unter fünf Prozent der täglichen Energiezufuhr. Die WHO will damit dem weltweit wachsenden Problem von Volkskrankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes mellitus begegnen, aber auch die Prävention von Zahnkaries verstärken.

www.who.int/mediacentre/news/notes/2014/consultation-sugar-guideline/en/

Für die Zahnärzteschaft ist dies ein hervorragender Ansatz, gemeinsam mit der (Gesundheits)Politik und Medizin Prävention zu betreiben.

http://jdr.sagepub.com/content/93/1/8 

Die Delegierten der drei Organisationen diskutierten die Herausforderungen durch grenzüberschreitende Infektionskrankheiten. Schwerpunkte der zahnärztlichen CECDO-Sitzung waren u.a. Mundgesundheit und Vorsorge bei HIV/AIDS Patienten, die unkoordiniert-inflationäre Leitlinienentwicklung im europäischen Kontext sowie Für und Wider von Qualitätsindikatoren. Die Präsidentin des CECDO, Dr. Paula Vassallo, erörterte die verstärkte perspektivische Kooperation von CDOs, CMOs und CNOs.

Beraten wurde ferner die Fortführung der erfolgreichen Kooperation mit der „Platform for Better Oral Health in Europe“, in deren Rahmen am 18. März zum World Oral Health Day 2014 im Europäischen Parlament in Brüssel ein Policy Roundtable mit Politikern, Wissenschaftlern und Verbandsvertretern stattfand. Die BZÄK ist Partner des deutschen Ablegers „Forum Zahn- und Mundgesundheit Deutschland“.

Auf der Herbsttagung vom 05. bis 07. Oktober sollen die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Gesundheitssysteme Europas sowie auf die (zahn)ärztliche Versorgung diskutiert werden. Auch der demografische Wandel und seine Folgen für Mundgesundheit und zahnärztliche Versorgung sollen aus europäischer Perspektive erörtert werden.

Forum Zahn- und Mundgesundheit Deutschland

Am 18. März 2014 fand anlässlich des Weltmundgesundheitstages ein Parlamentarischer Abend des „Forum Zahn- und Mundgesundheit Deutschland“ in der Parlamentarischen Gesellschaft des Deutschen Bundestages statt. Etwa 50 Vertreter aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten gemeinsam die Bedeutung der Zahn- und Mundgesundheit für das Gesundheitssystem und erörterten Ansätze für eine erfolgreiche Präventionspolitik.

Da die Mundgesundheit in der Politik zu wenig Beachtung erfährt, wurde die Initiative 2012 unter Beteiligung von Wissenschaft, Fachverbänden, Politik und Wirtschaft gegründet und fand in der vergangenen Legislatur fraktionsübergreifende Unterstützung. Vorsitzender des Forums ist der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. In einem weiterführenden Dialogprozess soll die Arbeit des Forums in dieser Legislaturperiode fortsetzt werden. Infos unter:

www.forumzahnundmundgesundheit.de 

Neue Broschüre „Daten & Fakten 2013“ erscheint

Die von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung herausgegebene Broschüre „Daten & Fakten“ informiert jährlich mit Tabellen und Grafiken über die wichtigsten Kennzahlen zur zahnärztlichen Versorgung. Sie dokumentiert u.a. die Mundgesundheit in Deutschland und im internationalen Vergleich, listet die Zahnärzte nach Regionen und Geschlecht sowie weitere Daten auf. Zur aktuellen Ausgabe „Daten & Fakten 2013“

8. Studiengang der AS-Akademie

Am 20. Februar hat in Berlin der 8. Jahrgang der Akademie für freiberufliche Selbstverwaltung und Praxismanagement (AS) mit 20 Teilnehmern begonnen.
Die AS-Akademie ist ein postuniversitäres Forum für Zahnärzte und hauptamtliche Mitarbeiter der zahnärztlichen Berufsvertretungen. Der berufsbegleitende Fortbildungsgang läuft über vier Semester. Er bietet ein sozial-, politik- und wirtschaftswissenschaftliches Wissensfundament für (berufs)politische und unternehmerische Arbeit. Getragen wird die AS-Akademie von 15 Kammern und KZVen unter der Schirmherrschaft von BZÄK und KZBV.
Infos unter:

www.zahnaerzte-akademie-as.de 

NAMSE / Verleihung des Eva Luise Köhler Forschungspreises 2014

Am 13. März 2014 wurde in Berlin der Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Niels Birbaumer, Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Universität Tübingen, verliehen.
Der nach der Schirmherrin der ACHSE e.V. benannte Preis soll die Erforschung Seltener Erkrankungen vorantreiben.
Die BZÄK engagiert sich im Nationalen Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE). NAMSE wurde im März 2010 im Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegründet. Zusammen mit dem BMG und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ist die ACHSE e.V. Kern des Bündnisses mit 25 Partnern.

9. Europatag der BZÄK

Der 9. Europatag der BZÄK findet am 09. April 2014 im Tieranatomischen Theater der Humboldt-Universität in Berlin statt und steht im Zeichen der anstehenden Europawahl.
Mit den Kandidaten und Vertretern der sich zur Wahl für das Europaparlament stellenden Parteien soll über deren europapolitische Zielvorstellungen, insbesondere mit Blick auf die EU-Gesundheits- und Binnenmarktpolitik, diskutiert werden.  
Annette Widmann-Mauz, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, wird die Veranstaltung mit einem Impulsreferat einleiten.
Danach stellen sich Dr. Andreas Schwab, MdEP, CDU, Binnenmarktpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion,
Evelyne Gebhardt, MdEP, SPD, Binnenmarktpolitische Sprecherin der S&D-Fraktion,
Michael Theurer, MdEP, FDP, Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Delegation im Europäischen Parlament, Vorsitzender des Haushaltskontrollausschusses und Mitglied des Bundesvorstands der FDP,
und Harald Weinberg, MdB, DIE LINKE, Gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, der Diskussion.

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