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 17.07.2014

Fehlermanagementsystem: Aus „Jeder Zahn zählt!“ soll „CIRS Dent – Jeder Zahn zählt!“ werden

Der Geschäftsführende Vorstand der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßt den Beschluss der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zur Zusammenarbeit an einem zahnärztlichen Berichts- und Lernsystem „CIRS Dent – Jeder Zahn zählt!“ auf Basis des BZÄK-Modellprojekts „Jeder Zahn zählt!“. BZÄK und KZBV werden zeitnah mit Kooperationsverhandlungen beginnen, um das Projekt zügig voranzutreiben.

Seit 2011 betreibt die BZÄK, unterstützt durch das Institut für Allgemeinmedizin der J. W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main, das computergestützte, internetbasierte, anonyme Berichts- und Lernsystem „Jeder Zahn zählt!“ für die zahnärztliche Praxis. Damit wird Kollegen eine Möglichkeit geboten, sich anonym und geschützt vor Sanktionen über unerwünschte Ereignisse auszutauschen – und zwar losgelöst vom Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Erarbeitung von Mindeststandards für Fehlermeldesysteme. Hierin liegt die Chance, von Erfahrungen anderer zu profitieren. Die Zeit des dreijährigen Modellversuchs von „Jeder Zahn zählt!“ wurde genutzt, um es auf die Bedürfnisse des Praxisalltags zuzuschneiden. „Jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt, der sich beteiligt, leistet zugleich einen aktiven Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit und stärkt das Ansehen des Berufsstands“, so Dr. Peter Engel, Präsident der BZÄK.
Eine Zusammenarbeit von BZÄK und KZBV wird das Interesse der Zahnärzteschaft an einem eigenen, praxisgerechten und gemeinsam von den Bundesorganisationen getragenem Berichts- und Lernsystem effektiv bedienen und auf eine breite Basis stellen.

Auch auf ihrer aktuellen Klausurtagung in Mainz hat sich die Bundeszahnärztekammer ausgiebig mit den Themen Qualitätsförderung, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Patientenschutz und Fehlermanagement befasst und diesen Themenkomplex zum Kernthema der Arbeit der Zahnärztekammern erklärt.