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 28.01.2015

Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft

Zum traditionellen Neujahrsempfang von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) trafen sich am 27. Januar 2015 knapp 500 Gäste in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin.

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel betonte in seiner Rede, dass der Berufsstand sich in seinen Selbstverwaltungsstrukturen ein funktionierendes System gegeben habe, das z.B. die Einhaltung des Berufsrechts überwache. Und dies von staatlicher Seite ermächtigt. Mehr Recht hieße nicht automatisch besseres Recht, erklärte er mit Blick auf das Anti-Korruptions-Gesetz. Der Gesetzgeber sei aufgerufen, das Standesrecht anzuerkennen und sich darauf zu besinnen, dass er den Kammern einen Teil staatlicher Ordnungsaufgaben übertragen habe. Und dass die Kammern diese Aufgaben auch erfüllten. Fachliche Weisungsunabhängigkeit und professionelle Autonomie gewährleisteten die beste fachliche Versorgung der Patienten.

Jens Spahn (CDU/CSU), MdB, erwiderte in seinem Grußwort, ein Strafrecht schaffe ein besseres Bewusstsein, allerdings stünde die Zahnmedizin gar nicht im Fokus. Die Zahnmedizin sei hingegen im Bereich Prävention ein Vorbild, der Vorsorgegedanke fest verankert.
Dass Prävention in den Lebenswelten der Menschen ankommen müsse, ergänzte Hilde Mattheis (SPD), MdB. Die Versorgung auch der Ältesten sei stärker in den Blick zu nehmen.
Dem schloss sich Birgit Wöllert (Die Linke), MdB, an. Eine Weiterentwicklung der aufsuchenden Betreuung für Pflegebedürftige sei nötig, aber ebenso der Zugang zu Kleinkindern.
Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen), MdB, betonte, man müsse sich wieder auf den öffentlichen Gesundheitsdienst fokussieren. Eine Professions- und sektorenübergreifende Versorgung müsse angegangen werden. Die Zahnmedizin dürfe dabei nicht vergessen werden.
Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, dankte dafür, dass die aufsuchende Versorgung für Pflegebedürftige 2014 mit aufgenommen worden sei. Auch die Frühkindliche Karies müsse an der Wurzel gepackt werden, ein Konzept liege aus der Zahnärzteschaft vor.