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 23.04.2015

BZÄK-Stellungnahme zum Gesetzentwurf eines Präventionsgesetzes

Am 22. April fand eine Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zum Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz - PrävG) statt. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßt, dass mit dem geplanten Gesetzesvorhaben die Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland gestärkt und die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen zur Vermeidung und Früherkennung von Krankheiten weiterentwickelt werden sollen.
Der Entwurf des Präventionsgesetzes enthält nach Auffassung der BZÄK gute Ansätze, allerdings sind die darin festgelegten Maßnahmen speziell bei Kleinkindern nicht ausreichend.
Für eine notwendige Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung von Kleinkindern von 0 bis 3 Jahren ist eine Änderung des § 26, SGB V-E, nötig. Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen sollten ab dem 6. Lebensmonat in Verbindung mit den ärztlichen Kinderuntersuchungen eingeführt werden. In der Gesetzlichen Krankenversicherung sind zahnmedizinische Früherkennungsmaßnahmen aktuell erst ab dem 30. Lebensmonat vorgesehen und greifen damit zu spät.

Insgesamt sei es vor dem Hintergrund der nachhaltigen Präventionsexpertise notwendig, dass die Zahnärzteschaft im Präventionsforum vertreten sei, fordert die BZÄK.

Aktuelle Stellungnahme der Bundeszahnärztekammer zum Präventionsgesetz: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b15/1504_stellungnahme_praeventionsgesetz.pdf