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 03.11.2015

Deutscher Zahnärztetag 2015 – Festveranstaltung, Pressekonferenz und Standespolitischer Teil in Hamburg

Der Deutsche Zahnärztetag vereint mit Standespolitik, Praxis und Wissenschaft das komplette Spektrum der Zahnmedizin in Deutschland. 2015 wird er erstmals über einen längeren Zeitraum durchgeführt: Der Standespolitische Teil fand vom 28. bis 31. Oktober 2015 in Hamburg statt. In diesem Rahmen wurde der Deutsche Zahnärztetag mit einem Festakt am 29. Oktober in Hamburg gemeinsam von Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und Deutscher Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) eröffnet. Der wissenschaftliche Kongress läuft in den kommenden Tagen, vom 05. bis 07. November, in Frankfurt a. M.

Der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, appellierte auf dem Festakt an die Politik, eine Vereinheitlichung von Regelungen zur (zahn-)medizinischen Versorgung der Flüchtlinge zu schaffen. Grundsätzlich sei jeder (Zahn-)Arzt verpflichtet, alle Patienten auf Grund der medizinischen Diagnose nach bestem Wissen und Gewissen zu versorgen – auch Flüchtlinge.

Im Rahmen der BZÄK-Bundesversammlung wurden Anträge zur Verbesserung der (zahn-)medizinischen Versorgung von Flüchtlingen gestellt. Zweifellos sind im Praxisalltag etliche – überwiegend sozialrechtliche und juristische – Fragen offen, auch wenn Bundeszahnärzte-kammer und (Landes-)Zahnärztekammern diverse Hilfsangebote und Dokumente für die Kollegen in den Praxen bereitgestellt haben. Weitere Diskussionspunkte waren u. a. die Zukunft der Freiberuflichkeit in Deutschland und Europa, GOZ/GOÄ, Delegation und Substitution, Patientenberatung, Approbationsordnung.

Auch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, MdB, bestätigte in ihrem Statement auf der BZÄK-Bundesversammlung, dass Deutschland bezüglich der Flüchtlinge und Asylbewerber vor besonderen Herausforderungen stünde. Das weit verbreitete ehrenamtliche Engagement dürfe nicht über Gebühr strapaziert werden.

Anlässlich der gemeinsamen politischen Pressekonferenz zum Deutschen Zahnärztetag 2015 sprachen sich BZÄK, KZBV und DGZMK im Schulterschluss für klare, allgemein gültige und verlässliche Rechtsgrundlagen für eine zügige und angemessene zahnmedizinische Versorgung von Flüchtlingen aus. Die drei Institutionen stellten zudem ein gemeinsames Leitbild „Zukunft der zahnärztlichen Berufsausübung“ vor. Es fasst die wesentlichen Charakteristika und berufspolitischen Weichenstellungen für die Zukunft der Zahnmedizin zusammen: www.bzaek.de/leitbild.

Informationen zum Deutschen Zahnärztetag 2015 finden Sie unter: www.bzaek.de/deutscher-zahnaerztetag.html, weitere Informationen zum Kongressteil unter: www.dtzt.de