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 27.01.2016

Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft

Am 26. Januar 2016 fand in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin der traditionelle Neujahrsempfang von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) statt.

In seiner Ansprache betonte BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel, dass sich die Zahnmediziner ihren Aufgaben innerhalb der Koordinaten qualitätsorientierter Versorgung, gesellschaftlicher Verpflichtung und Freiberuflichkeit stellen. Dies habe sich 2015 z.B. auch bei der engagierten Versorgung der Flüchtlinge gezeigt. Uneindeutige Regelungen verunsicherten allerdings Flüchtlinge, Behandler und Ämter, die zuständigen Stellen seien aufgefordert, klare Festlegungen zu treffen.

Engel appellierte zudem an die Vertreter der Gesundheitspolitik, sich für eine neue Approbationsordnung einzusetzen – am besten noch 2016. Seit 60 Jahren sei die Approbationsordnung unverändert, das sei nicht länger akzeptabel.

Maria Michalk (CDU/CSU), MdB, betonte in ihrem Grußwort, dass das, was den Alltag der Menschen in diesem Land verbessern könne, sie angehen wollten.

Dr. Edgar Franke (SPD), MdB und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, hob hervor, dass für das Asylbewerberleistungsgesetz praktikable, rechtssichere Lösungen nötig seien.

Auch Birgit Wöllert (Die Linke), MdB, verwies auf die Notwendigkeit bundeseinheitlicher Regelungen für die medizinische Behandlung von Flüchtlingen.

Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen), MdB, hob den Vorteil der Gesundheitskarte für Flüchtlinge hervor, gleichzeitig sei zu prüfen, ob der Leistungskatalog nicht unter medizinischen Aspekten überarbeitet werden müsse.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, verwies darauf, dass es ein Anliegen der Zahnärzteschaft sei, eine bestmögliche Versorgung der Patienten unabhängig vom sozialen Status zu erreichen.