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Klartext 03/26

Themen

Aromastoffe und Co. in Vapes untersagen | Mehr Behandlung, weniger Bürokratie! | Zahnärztliche Fortbildung: Leitsätze aktualisiert | Bücher kostenlos bei der Initiative proDente | Tag der Zahngesundheit | Zahnärzteschaft warnt im Europäischen Parlament vor den Gefahren von Zucker | ECHA befürwortet Ethanol in Desinfektionsmitteln | EU-Bericht: Zahnärzte gehören zu den mobilsten Berufen im Binnenmarkt


Aromastoffe und Co. in Vapes untersagen

Im Zuge aktuell laufender Berichterstattergespräche im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag, deren Gegenstand unter anderem das Verbot bestimmter Zusatzstoffe in Vapes ist, weist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) erneut auf die damit verbundenen Risiken hin.

Die Mundhöhle stellt die primäre Eintrittspforte für die Gesamtheit der Tabak- und Nikotinprodukte dar. Sie ist demzufolge den beim Konsum dieser Produkte freigesetzten Schadstoffen unmittelbar ausgesetzt. Für Krebserkrankungen der Mundhöhle und des Rachens zählt der Tabak- und Nikotinkonsum zu den wichtigsten Risikofaktoren.

Unter Jugendlichen wird „vapen“ immer beliebter – nicht zuletzt durch die verharmlosende Berichterstattung und die süßlich schmeckenden Aromastoffe, wie z.B. Menthol. Menthol wirkt beim Inhalieren schmerzlindernd und unterdrückt zudem den Hustenreiz. Dadurch erleichtert dieser Stoff den Einstieg in das Dampfen und die Verwendung von Produkten mit hohem Nikotingehalt. Auch die Bundeszahnärztekammer hält es daher für dringend geboten, Menthol und weitere Stoffe in Vapes zu untersagen.


Mehr Behandlung, weniger Bürokratie!

BZÄK und KZBV haben einen überarbeiteten Maßnahmenkatalog zum Bürokratieabbau vorgelegt, um überflüssige und unverhältnismäßige Bürokratie in Zahnarztpraxen abzubauen. Das Ziel ist, mehr Zeit für die Behandlung zu gewinnen – ohne Abstriche bei Qualität oder Patientensicherheit. Die Politik ist aufgefordert, schnell und spürbar zu handeln.

Kernforderungen:
• Sinnlose Auflagen sofort streichen, etwa bei Medizinprodukten und Röntgen, wo Mehrfachprüfungen keinen zusätzlichen Nutzen bringen
• Abrechnungs- und Prüfverfahren vereinfachen und effizienter gestalten, um Praxen spürbar zu entlasten
• Digitalisierung konsequent ausbauen, vollständig digitalisierte Verfahren statt Medienbrüche
• Zulassungs‑ und Vertragsverfahren vereinfachen, insbesondere für Niederlassung, Anstellung und Übergangsphasen
• Bürokratie auch in der Selbstverwaltung abbauen, um Ressourcen im System freizusetzen

Details im Maßnahmenkatalog „Gemeinsam Bürokratie abbauen!“


Zahnärztliche Fortbildung: Leitsätze aktualisiert

Die von Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Deutscher Gesellschaft für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) erstellten Leitsätze zur zahnärztlichen Fortbildung wurden kürzlich überarbeitet. Zum Download


Bücher kostenlos bei der Initiative proDente

proDente informiert anlässlich des Internationalen Kinderbuchtags über seine kostenlosen Kinderbücher. Zudem wurden Pressemappen zu „NEM-Zahnersatz“, „Gesund essen, Zähne schützen“ und „Wenn Social Media den Zähnen schadet" versandt.


Tag der Zahngesundheit

Der Tag der Zahngesundheit, alljährlich am 25. September, steht 2026 unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit!““. Mehr unter: 

www.tagderzahngesundheit.de/
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Zahnärzteschaft warnt im Europäischen Parlament vor den Gefahren von Zucker

Unter dem Titel „Zucker: Europas Hindernis für die Verbesserung der Mundgesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens“ veranstaltete der Council of European Dentists (CED) am 25. März eine Konferenz im Europäischen Parlament in Brüssel.

Rund 40 Expertinnen und Experten diskutierten Strategien zur Verbesserung der Mundgesundheit mit Fokus auf den Zuckerkonsum sowie die Rolle von Zucker als direktem Risikofaktor für orale und systemische Erkrankungen. BZÄK-Präsidentin Dr. Romy Ermler war ebenfalls vor Ort.

Prof. Dr. Johan Wölber, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, betonte, dass Zucker maßgeblich zur Entstehung von Karies und Gingivitis beitrage und darüber hinaus allgemeine Gesundheitsprobleme begünstige. Vor diesem Hintergrund plädierte Wölber für eine grundlegende Ernährungsumstellung mit deutlich reduziertem Zuckerkonsum anstelle reiner Ersatzstrategien.

Konsens unter den Teilnehmenden bestand darin, dass insbesondere das hohe Suchtpotenzial von Zucker – vor allem bei Kindern – eine zentrale Herausforderung darstelle. Entsprechend wurde die europäische Politik aufgerufen, stärker regulierend einzugreifen, vergleichbar mit bestehenden Maßnahmen im Bereich der Tabakkontrolle auf EU-Ebene.

Die Konferenz reiht sich in aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen ein: Mit dem Safe Hearts Plan hat die Europäische Kommission Ende 2025 einen verstärkten Fokus auf Prävention und gesündere Ernährung gelegt. Die Veranstaltung unterstrich die wachsende politische Bedeutung der Zuckerreduktion als Schlüsselmaßnahme zur Förderung der öffentlichen Gesundheit in Europa.

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ECHA befürwortet Ethanol in Desinfektionsmitteln

Der Ausschuss für Biozidprodukte der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat am 24. Februar die Genehmigung von Ethanol als Wirkstoff in bestimmten Desinfektionsmitteln befürwortet. Vorausgegangen war eine mehrjährige wissenschaftliche Diskussion über die mögliche Einstufung von Ethanol als sogenannte CMR-Substanz. Für die aktuelle Bewertung spielte auch die unzureichende Datenlage eine Rolle. Viele verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse zu möglichen kanzerogenen oder reproduktionstoxischen Effekten von Ethanol beruhen auf Studien zum freiwilligen Konsum alkoholischer Getränke und lassen sich nur eingeschränkt auf die äußerliche Anwendung in Desinfektionsmitteln übertragen.

Die ECHA wird ihre Stellungnahme an die Europäische Kommission übermitteln, die auf dieser Grundlage eine Durchführungsverordnung erarbeitet, über die anschließend die Mitgliedstaaten abstimmen.

Die europäische und deutsche Zahnärzteschaft begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Ethanolhaltige Desinfektionsmittel sind seit Jahrzehnten zentraler Bestandteil der Hygienekonzepte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Infektionsprävention und zum Schutz von Patientinnen, Patienten und Praxispersonal. Die Entscheidung schafft nun zusätzliche regulatorische Klarheit und stärkt die Versorgungs- und Planungssicherheit in Praxen und Einrichtungen des Gesundheitswesens.


EU-Bericht: Zahnärzte gehören zu den mobilsten Berufen im Binnenmarkt

Zahnärztinnen und Zahnärzte zählen zu den mobilsten reglementierten Berufen in der EU. Das zeigt der aktuelle Umsetzungsbericht zur EU-Berufsanerkennungsrichtlinie, den die Europäische Kommission am 20. Februar veröffentlicht hat. Demnach wurden von Januar 2018 bis Dezember 2023 insgesamt 15.674 Anerkennungsverfahren für Zahnärztinnen und Zahnärzte innerhalb der EU registriert. Damit belegt der Berufsstand Platz fünf unter den reglementierten Berufen mit den meisten Anerkennungsverfahren. An erster Stelle stehen Ärztinnen und Ärzte mit 45.989 Verfahren. Die Zahlen verdeutlichen die hohe Mobilität im europäischen Gesundheitssektor. Gleichzeitig unterstreichen sie die Bedeutung transparenter und verlässlicher Anerkennungsverfahren für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und für die berufliche Freizügigkeit im europäischen Binnenmarkt. Bericht

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