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Klartext 06/25

Themen

Gewalt am Arbeitsplatz: Ärzteschaft und medizinisches Personal in Gefahr | GOÄ-Reform: eigene Lösung für die GOZ | Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung | IZA 1/2025 ab sofort zum Download | Pakt für Kindergesundheit geschlossen | Ausschreibung Hufeland-Preis 2025 | 15 Jahre Kooperation mit Special Olympics Deutschland | Initiative proDente | Save the Date & Frühbuchertarif: Deutscher Zahnärztetag | Fachkräftemangel und Bürokratielast - Heilberufe in Europa


Gewalt am Arbeitsplatz: Ärzteschaft und medizinisches Personal in Gefahr

In ihrer Frühjahrskonferenz Anfang Juni haben die Justizministerinnen und -minister der Länder festgestellt, dass sich die körperlichen und verbalen Attacken auf medizinisches Personal häufen. Es sei daher dringend erforderlich, das Personal im Gesundheitswesen vor Angriffen zu schützen. Die Bundesministerin für Justiz müsse sich dieser Thematik annehmen und eine Verbesserung durch strafrechtlichen Schutz erwirken.

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßt das Vorhaben, mittels strafgesetzlicher Normen den Schutz für im Gesundheitswesen Beschäftigte sicherzustellen. Als Angehörige der Heilberufe müssen auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und deren Angestellte durch einen verschärften Straftatbestand besser geschützt werden. Die BZÄK fordert die Bundesregierung dazu auf, (zahn-)medizinisches Personal besser vor Gewalt zu schützen.


GOÄ-Reform: eigene Lösung für die GOZ

Die Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) wurde angestoßen, das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, den Entwurf zeitnah in den Ministerien abstimmen zu wollen. Die BZÄK betont: Das ausgehandelte Modell kann nicht als Vorlage für die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) angesehen werden. Die Zahnmedizin hat ganz spezifische Anforderungen, die berücksichtigt werden müssen. Eine Modernisierung der GOZ ist zwar dringend notwendig, da das aktuelle Verzeichnis stark veraltet ist und insbesondere die Kosten für zahnärztliche Leistungen nicht mehr realistisch abbildet. Eine Abschaffung des nicht zuletzt auch die Patientinnen und Patienten schützenden Gebührenrahmens, Einschränkungen bei der analogen Berechnung neuer Leistungen und eine weitere Bürokratisierung der abweichenden Vereinbarung lösen die Probleme der GOZ allerdings nicht.


Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung

Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) wertet seit vier Jahrzehnten in Kooperation mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) das Investitionsgeschehen zahnärztlicher Existenzgründungen aus. Die zentralen Ergebnisse für 2023: Die Übernahme einer Einzelpraxis war mit 63 Prozent am häufigsten, das Investitionsvolumen belief sich auf 463.000 Euro. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber 2019 um 31 Prozent. Rund 29 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründenden wählten die Berufsausübungsgemeinschaft, vor allem Jüngere, mit 388.000 Euro Investitionsvolumen je Inhaberin oder Inhaber. Reine Praxisneugründungen waren mit 8 Prozent inzwischen die Ausnahme, hier streut das Investitionsvolumen stark um den Median von 757.000 Euro.

InvestMonitor Zahnarztpraxis

Infografik


IZA 1/2025 ab sofort zum Download

Die Informationen über Zahnärztliche Arzneimittel (IZA) wurden aktualisiert. Die Kapitel Zahnerhaltung und Endodontologie wurden komplett überarbeitet, dabei wurden insbesondere die Abschnitte zu Füllungsmaterialien und Fluoriden um neue Informationen erweitert.

Die Broschüre steht allen Zahnärztinnen, Zahnärzten und Studierenden kostenfrei als PDF zur Verfügung.


Pakt für Kindergesundheit geschlossen

Der Pakt für Kindergesundheit wurde am 11. Juni auf dem BILD-Kindergesundheitsgipfel in Berlin von den Initiatoren, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V., DAK-Gesundheit sowie Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, geschlossen. BZÄK Präsident Prof. Dr. Christoph Benz und weitere Expertinnen und Experten aus Medizin, Politik und Gesundheitswesen schlossen sich an. Der Pakt will mit dem politischen Schwerpunkt von Kinderkommissionen in den Parlamenten von Bund und Ländern Kinder immer mitdenken, eine Stärkung der Verhältnisprävention sowie die

medizinische Versorgung verbessern.

Details


Ausschreibung Hufeland-Preis 2025

Noch bis 31. Oktober sind (Zahn-)Ärztinnen und (Zahn-)Ärzte aufgerufen, sich mit ihrer Arbeit zum Thema Prävention bzw. Versorgungsforschung für den Hufeland-Preis zu bewerben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert.

Träger des Hufeland-Preises sind neben der Stifterin, der Deutschen Ärzteversicherung AG, die Bundesärztekammer, die BZÄK und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.

Zu den Ausschreibungsunterlagen.


15 Jahre Kooperation mit Special Olympics Deutschland

Seit Juni 2010 unterstützt die BZÄK Special Smiles, das Mundgesundheitsprogramm von Special Olympics Deutschland (SOD) parallel zu den Wettkämpfen. Damit wird auf die Bedeutung der Mundgesundheit für Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht. Denn trotz etlicher Erfolge besteht bei der zahnärztlichen Versorgung von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf weiter gesundheitspolitischer Handlungsbedarf, z.B. bei der Verbesserung der zahnärztlichen Behandlungen in Intubationsnarkose (ITN).


Initiative proDente

proDente veröffentlichte die Pressemappen: „MIH endlich behandelbar?“ und „Zahnschmerzen machen keine Ferien“. Ein Sprachführer in sieben Sprachen ist kostenfrei für Patientinnen und Patienten und Praxen bestellbar über info@prodente.de.


Save the Date & Frühbuchertarif: Deutscher Zahnärztetag

Der Deutsche Zahnärztetag ist eine Veranstaltung von BZÄK und DGZMK. Die bzäk-Bundesversammlung findet am 31. Oktober und 01. November, der Wissenschaftliche Kongress vom 30. Oktober bis 01. November in Berlin statt. Der zentrale Kongress von 30 zahnmedizinischen Fachgesellschaften wird als Gemeinschaftstagung ausgerichtet. Die größeren Fachgesellschaften wie DGI, DG PARO oder DGMKG integrieren ihre Jahreskongresse oder steuern umfangreiche Programme bei. Der Frühbuchertarif endet am 30. Juni 2025. Anmeldung


Fachkräftemangel und Bürokratielast - Heilberufe in Europa

Am 16. Juli findet in Brüssel von 13:30 bis 16:00 Uhr der 20. Europatag der BZÄK als Diskussionsrunde zu „Zwischen Fachkräftemangel und Bürokratielast – vor welchen Herausforderungen stehen die Heilberufe in Europa“ statt. Mit Vertretern der EU-Institutionen sollen potenzielle Lösungsansätze wie insbesondere eine Stärkung des Präventionsgedankens erörtert werden.

Anmeldung über info@bzaek.eu.

Infos


 

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