KlartextKlartext 08/21

Themen

Weniger Zucker für bessere (Mund-)Gesundheit | BZÄK-Position zur Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 | Interesse größer als Angebot | Studie: Berufsansichten des zahnärztlichen Nachwuchses | Ratgeber zur Vermeidung frühkindlicher Karies | www.bzaek.de - Positionen und Statements | Jetzt bewerben: Präventionspreis 2021 | AS Akademie: Anmeldung ab sofort möglich | Zukunftskongress Beruf und Familie 2021 online | Initiative proDente | Internationale Dental-Schau hybrid | Stand der zahnmedizinischen Ausbildung in der Europäischen Union


Weniger Zucker für bessere (Mund-)Gesundheit

Deutschlands Kinder nehmen zu viel Zucker, Fett und Salz zu sich – diese Fehlentwicklung haben die freiwilligen Regelungen der Lebensmittelindustrie kaum geändert. Das zeigt die jüngste Studie von foodwatch und der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). Deren Befund: Immer noch haben 242 von 283 untersuchten Kinderprodukten (85,5 Prozent) zu viel Zucker, Fett oder Salz. Gemessen an den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten diese Produkte nicht an Kinder vermarktet werden.

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) teilt die Forderungen nach einer Beschränkung der Lebensmittelwerbung für zuckerhaltige Lebensmittel für Kleinkinder. 2018 forderte sie auf Grundlage ihres Positionspapiers zur Bedeutung der Ernährung im Rahmen zahnmedizinischer Erkrankungen vor allem:

  • die Einführung einer verständlichen Lebensmittelkennzeichnung insbesondere im Hinblick auf den Zuckergehalt,
  • die Einführung einer Sonderabgabe auf stark zuckerhaltige Softdrinks,
  • eine deutliche Reduktion des Zuckergehaltes in Nahrungsmitteln für (Klein-)Kinder sowie
  • Werbebeschränkungen für stark gezuckerte Lebensmittel für (Klein-)Kinder. Die Kennzeichnung von auf Kinder abzielenden Lebensmitteln muss hierbei besonders deutlich sein.

„Freiwillige Regelungen statt gesetzlicher Vorgaben – das ist im Prinzip ein guter Ansatz, um Fehlentwicklungen zu korrigieren. Aber: Das gilt nur, wenn der Ansatz wirkt“, so BZÄK-Präsident Prof. Dr. Christoph Benz. „Eine gesunde Ernährung ist zentral für Gesundheitsförderung und Prävention.“

Zu den BZÄK-Positionspapieren:

www.bzaek.de/service/positionen-statements/einzelansicht/bedeutung-der-ernaehrung-im-rahmen-zahnmedizinischer-erkrankungen.html

www.bzaek.de/service/positionen-statements/einzelansicht/zucker-in-speisen-und-getraenken.html

www.bzaek.de/service/positionen-statements/einzelansicht/zuckerreduktion-bedeutet-kariesreduktion.html


BZÄK-Position zur Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

Die Zahnärzteschaft positioniert sich mit den Medizinerinnen und Medizinern an der Seite ihrer impfenden Kolleginnen und Kollegen. Eine Impfung aller Zahnärztinnen und Zahnärzte, des zahnmedizinischen Personals und der Patientinnen und Patienten wird unterstützt.

Die Zahnärzteschaft hat zum jetzigen Stand keine Befugnis, selbst Impfungen vorzunehmen. Schutzimpfungen sind Heilbehandlungen, die grundsätzlich unter dem Arztvorbehalt stehen.

Zur BZÄK-Position: https://www.bzaek.de/service/positionen-statements.html


Interesse größer als Angebot

15.770 Personen bewarben sich im Wintersemester (WS) 2020/21 auf einen Studienplatz im Fach Zahnmedizin. Viele davon werden sich allerdings noch gedulden müssen, denn die Zahl der tatsächlichen Studienplätze ist mit 1.547 nur etwa ein Zehntel so groß. Die gegenüber dem WS 2019/20 deutlich gestiegene Bewerbungszahl dürfte mit dem reformierten Vergabeverfahren zusammenhängen, das eine zeitgleiche Bewerbung für mehrere zulassungsbeschränkte Studiengänge ermöglicht.

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung


Studie: Berufsansichten des zahnärztlichen Nachwuchses 

Nahezu 90 Prozent der jungen Zahnärztinnen und Zahnärzte kommen nach ihrem Studium in der Patientenversorgung an, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ). Eine eigene Praxis ist für viele weiterhin das Ziel, wird jedoch später angegangen, denn viele Befragte fühlen sich nach dem Studium nicht ausreichend auf die (betriebswirtschaftlichen) Erfordernisse in der Praxis vorbereitet, auch die Bürokratielast erschwert den Start. Viele junge Zahnärztinnen und Zahnärzte wollen zudem in ihre Heimatregion zurück und dort ihre berufliche Existenz aufbauen.

Die Studienergebnisse liegen als Buchpublikation „Junge Zahnärztinnen und -ärzte. Berufsbild – Patientenversorgung – Standespolitik“ vor: https://www.idz.institute/publikationen/buecher/junge-zahnaerztinnen-und-aerzte.html


Ratgeber zur Vermeidung frühkindlicher Karies

Frühkindliche Karies (Early childhood caries, kurz ECC) gilt als häufigste chronische Krankheit bei Kindern im Vorschulalter. Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung haben in Abstimmung mit Wissenschaft und Fachgesellschaften den Ratgeber „Frühkindliche Karies vermeiden“ für zahnärztliche Praxen aktualisiert.

Für zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen gibt es Handlungsempfehlungen und praktische Tipps: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b16/ecc-ratgeber.pdf


www.bzaek.de - Positionen und Statements

Positionen und Statements der BZÄK sind nun im html-Format eingestellt. Such- und Filtermöglichkeiten helfen beim Auffinden der Inhalte: https://www.bzaek.de/service/positionen-statements.html


Jetzt bewerben: Präventionspreis 2021

Für den Präventionspreis 2021 eingereicht werden können Konzepte oder Projekte zum Schwerpunkt „Mundgesundheitskompetenz: Körperliche, sprachliche und kulturelle Einschränkungen überwinden und die Chancen der digitalen Zahnmedizin nutzen“. Mit dem Preis werden gute Ansätze für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Zahnmedizin mit Akteuren in Gesundheitswesen, Public Health, Implementierungsforschung, Psychologie, Verhaltensforschung, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Kommunikation, IT und Medienwissenschaften gewürdigt.

Die Gründer der „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“, BZÄK und CP GABA, prämieren diese mit insgesamt 5.000 Euro.

Bewerbungen können bis 22. September 2021 digital eingereicht werden.

Alle Informationen: www.accente.de/downloadbereich/virtuelle_pressemappe_ifemzid_2021


AS Akademie: Anmeldung ab sofort möglich

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die die Selbstverwaltung mitgestalten oder ihr Praxismanagement professionalisieren wollen, gibt es ab 10. März 2022 erneut einen berufsbegleitenden Fortbildungsgang der Akademie für freiberufliche Selbstverwaltung und Praxismanagement (AS). Es werden ökonomische, juristische, sozialmedizinische sowie gesundheits- und sozialpolitische Kenntnisse vermittelt, ein Netzwerk aufgebaut.

Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2021. Es besteht die Möglichkeit zur Förderung durch die eigene Zahnärztekammer. Anmeldung und weitere Informationen: www.zahnaerzte-akademie-as.de


Zukunftskongress Beruf und Familie 2021 online

Der Zukunftskongresses Beruf und Familie im Rahmen des Deutschen Zahnärztetags findet online am 06. November 2021 statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Themen sind unter anderem Praxisgründung, Umweltschutz in der Zahnmedizin und die Zufriedenheit angestellter Zahnärztinnen und Zahnärzte. Die Organisatoren sind Bundeszahnärztekammer, Dentista e.V. und der Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland e.V. (BdZA).

Zur Anmeldung: https://quintessence-publishing.zoom.us/webinar/register/7716292774173/WN_q8xbqFU6SO2WxiMU6COPDA


Initiative proDente

proDente hat aktuell ein Aktionspaket zum Tag der Zahngesundheit 2021 (https://t1p.de/q45d) sowie zwei Pressemeldungen zur IDS 2021 (https://t1p.de/rcfg) bzw. zur zahngesunden Schultüte (https://t1p.de/9x9z) veröffentlicht.


Internationale Dental-Schau hybrid

Die Internationale Dental-Schau (IDS) findet vom 22. – 25. September in Köln statt. Das BZÄK-Programm wird - wie die IDS selber - hybrid geplant. Der Stand der BZÄK und ihrer Partner ist in Halle 11.2., O/P 60/69.


Stand der zahnmedizinischen Ausbildung in der Europäischen Union

Ende Juni wurden erste Studienergebnisse zum Stand der zahnmedizinischen Ausbildung in der Europäischen Union vorgestellt, die die Generaldirektion Binnenmarkt der Europäischen Kommission ausgeschrieben hatte.  Mit der Studie soll untersucht werden, inwieweit die in der Berufsanerkennungsrichtlinie festgelegten Mindestvorgaben für die Ausbildung, die im Kern aus den 70er Jahren stammen, modernisierungsbedürftig sind.

Empfohlen werden die Aufnahme von Implantologie, Alterszahnheilkunde, interprofessionelle kollaborative Versorgung, regenerative Medizin, öffentliche Zahngesundheit, Praxismanagement, Genetik und Immunologie, regenerative Zahnmedizin sowie Digitalisierung in den Anhang der Berufsanerkennungsrichtlinie. Die Kommission muss nun darüber entscheiden. https://t1p.de/b6kt


 

Zahnärztekammern der Länder