NachrichtBerufliche Aus- und Fortbildung Zahnmedizinischer Fachangestellter sowie Delegation zahnärztlicher Leistungen

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat Ende Februar ein Positionspapier zu Fortbildung und Delegation veröffentlicht, welches die aktuellen Gegebenheiten der Aus- und Fortbildung der Praxismitarbeiter bzw. der Delegation zusammenfasst, um Diskussionen mit Fakten zu führen. Das Papier „Fakten zur beruflichen Aus- und Fortbildung der ZFA sowie zur Delegation zahnärztlicher Leistungen“ ist Ergebnis der Beratungen der entsprechenden BZÄK-Ausschüsse: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/1603_stat_zfa_dh.pdf

Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) können sich in Deutschland zu Zahnmedizinischen Prophylaxe-, Fach- oder Verwaltungsassistenten (ZMP, ZMF, ZMV) und zu Dentalhygienikern (DH) fortbilden. Der Gesetzgeber hat bereits vor vielen Jahren entschieden, neben der ZFA kein weiteres Berufsbild zu etablieren, sondern weitergehende Qualifikationen über die Fortbildung aufzubauen.

Die Heilberufsgesetzgebung der Länder weist den (Landes-)Zahnärzteammern die Gestaltung und Förderung der Aus- und Fortbildung zu. Die Kammern bieten diese Aufstiegsfortbildungen seit vielen Jahren an, die sich an einheitlichen Musterfortbildungen der BZÄK orientieren – diese wurden zuletzt im Dezember 2014 aktualisiert.

Die BZÄK hat zudem bereits im Jahr 2005 die Voraussetzungen für Abiturienten geschaffen, eine zeitlich verkürzte Aus- und Fortbildung zur DH zu absolvieren.

In Deutschland existiert somit ein gezielt auf die Präventionsbedarfe in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde entwickeltes System der Qualifikationen der zahnärztlichen Mitarbeiter.

Der BZÄK-Vorstand wird sich im Rahmen seiner Klausurtagung intensiv mit der Thematik auseinander setzen. Die Entscheidung, ob Wartezeiten bei der Stufenfortbildung abgeschafft werden sollten, wird zudem auf der kommenden Koordinierungskonferenz der Referenten für die Aus- und Fortbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten der (Landes-)Zahnärztekammern diskutiert werden.

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