NachrichtBZÄK-Bundesversammlung 2020

Aufgrund der Corona-Lage wurde die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am 19. Dezember 2020 als reduzierte Online-Veranstaltung durchgeführt. Die Neuwahl des Geschäftsführenden Vorstands (GV) soll in einer Wahl-Bundesversammlung als Präsenzveranstaltung stattfinden, sobald die Pandemie es zulässt.
Mit dem Positionspapier des Vorstands „Zahnmedizin in Corona-Zeiten“ schlägt die BZÄK diverse Maßnahmen vor, um weitergehende dramatische Folgen für die Zahnmedizin und die Patientinnen und Patienten in Deutschland zu vermeiden.
Nach den Berichten der Präsidenten wurden der Jahresabschluss 2019 und der Haushaltsplan 2021 verabschiedet.


In seinem politischen Bericht sprach BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel über die Zahnmedizin in der Pandemie: die Herausforderungen von Materialmangel, existentiellen Einnahmeeinbrüchen, massenhafter Kurzarbeit, keiner ebenbürtigen politischen Unterstützung dieser Facharztgruppe und viele Wissenslücken in der Gesellschaft. Engel verwies auf die daraufhin gestartete BZÄK-Kommunikationsoffensive #GesundAbMund, die Informationsdefizite beheben soll.
Dass Gesundheit kein Markt sei wie jeder andere, rücke erneut die Themen Fremdinvestoren, Flächendeckende Versorgung sowie Kommerzialisierungsschübe aus Brüssel ins Blickfeld. Engel warb zudem um Frauen in der Standespolitik, die BZÄK reiche die Hand, Frauen sollten sich einbringen und Männer dies unterstützen. Weitere Punkte waren u.a. das Duale Gesundheitssystem und die Approbationsordnung.

BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich sprach über die erschwerte, aber für die Patienten stets gesicherte Versorgung während der Pandemie, den erhöhten Aufklärungsbedarf, über Falschmeldungen und Irrationalität, die zu unbegründeten Ängsten sowie Schäden führten und über die Informationskanäle und Materialien der BZÄK zügig korrigiert werden mussten. Zudem verwies er auf die Bedeutung von Prävention – und in diesem Zuge auf die konzeptionellen Schritte der BZÄK zur Aufklärung über Parodontalerkrankungen in der Bevölkerung.
Prof. Dr. Christoph Benz, BZÄK-Vizepräsident, wies auf die bereits vor der Pandemie strengen und kostenintensiven Hygieneaufwendungen in Zahnarztpraxen hin. Dieser Aufwand habe nun erst echte Wertschätzung erhalten.
Digitalisierung und Bürokratie seien nun ebenso auf dem Radar, besser und bürokratieschlanker nach der Krise aufgestellt zu sein, sei das Ziel.


Die Reden und weitere Informationen unter: www.bzaek.de/deutscher-zahnaerztetag.html sowie unter #dzt20.

 

 

 

 

 

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