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Geld wird am besten gespart, wenn der Grund für die Ausgabe wegfällt

Neujahrsempfang 2026 der Bundeszahnärztekammer

Die Mammutaufgabe etlicher Reformen und den Reformeifer der Bundesregierung begrüße die BZÄK, insbesondere den angekündigten Bürokratieabbau, so BZÄK-Präsidentin Dr. Romy Ermler auf dem Neujahrsempfang der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am 27. Januar im Tipi in Berlin.

Mit Blick auf die finanzielle Schieflage der sozialen Sicherungssysteme sei der Zahnmedizin klar, wo der Fokus der Gesundheitsausgaben künftig liegen müsse: auf Prävention, so Ermler. Denn Geld würde am besten gespart, wenn der Grund für die Ausgabe wegfalle. Kurz gesagt: wenn Menschen gesunde Zähne haben, entfallen Füllungen und Kronen, was Geld spare – und bei den Patientinnen und Patienten auch zu mehr Lebensqualität führe.

Daher lautete ihr Appell an die Politik: „Nehmen und nennen Sie die Zahnmedizin gerne weiterhin als Vorbild, übernehmen und adaptieren Sie unsere nachweislich erfolgreichen Konzepte, aber spenden Sie uns nicht nur Applaus! Wir brauchen endlich greifbare Entlastungen in unseren Praxen.“  Ermler thematisierte zudem die Notwendigkeit einer neuen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), die keinesfalls eine Blaupause der GÖA werden dürfe, den Schutz der Gesundheitsberufe vor Gewalt sowie Fragen zum Berufszugang für Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten.

Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet, MdB, betonte, dass die Mundgesundheit mit Allgemeingesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe zusammenhänge. Man solle sich ein Beispiel an der Zahnmedizin und ihrer Präventionsleistung nehmen, sie sei ein Role Model. Gesundheitspolitik sei immer auch Sozialpolitik. Zahnlücken sollten keine Sichtbarkeit eines lückenhaften Sozialsystems sein. Sie referenzierte zudem auf den erfolgreich gesenkten Zuckerkonsum in Großbritannien nach deren Zuckerabgabe-Einführung. Das würde auch für Deutschland Sinn machen. Geld daraus sollte dann in die Prävention gesteckt werden, so Machalet.

Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, betonte, dass die Zahnmedizin nicht der Kostentreiber in der GKV sei, im Gegenteil.

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