KlartextKlartext 03/17

IDS 2017: Bundeszahnärztekammer und Partner präsentierten sich auf der dentalen Leitmesse

Die 37. Internationale Dental-Schau (IDS) wurde am 21. März 2017 in Köln durch den Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe, eröffnet. Etwa 2.300 Aussteller aus 60 Ländern präsentierten ca. 150.000 Messebesuchern die neuesten Produkte, Entwicklungen und Trends aus Zahnmedizin und Zahntechnik.

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) bot mit ihren Partnern am gemeinsamen Messestand täglich Fachberatungen und ein umfangreiches Programm. Der Stand wurde am Mittwoch von BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel, Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH, und Dr. Martin Rickert, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI) eröffnet. In seiner Begrüßung stellte Engel fest, dass Zahnmedizin und Gesundheitssystem durch die Digitalisierung Transformationsprozessen unterworfen werden: Digitalisierung und Vernetzung werden in Zukunft den beruflichen Alltag, die Beziehung zu den Patienten und letztlich die Strukturen der Gesundheitsversorgung verändern. Ethische Grundsätze sollten dabei nicht über Bord geworfen werden.

Auf der IDS als Plattform und Branchentreff wurden zudem die Koordinierungskonferenz Praxisführung der BZÄK sowie die Koordinierungskonferenz zahnärztlicher Hilfsorganisationen der BZÄK durchgeführt. Die IDS fand vom 21. - 25. März in Köln statt. Weitere Informationen zum BZÄK-Programm auf der IDS unter: www.bzaek.de/ids-2017.html  

Koordinierungskonferenz Hilfsorganisationen

Innerhalb der IDS fand am 24. März die BZÄK-Koordinierungskonferenz der zahnärzt-lichen Hilfsorganisationen statt. Zu dieser übermittelte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, ein Grußwort, in dem das hohe soziale Engagement des zahnärztlichen Berufsstands anerkannt wird.

Das ehrenamtliche Engagement der deut-schen Zahnmediziner ist vielfältig – innerhalb Deutschlands und weltweit. Um untereinander Erfahrungen auszutauschen, wurde erneut der internationale Branchentreff IDS für eine Koordinierungskonferenz genutzt. Ca. 80 Gäste waren vor Ort. Die Konferenz wurde unterstützt vom Verband der Deutschen Dental-Industrie e. V. (VDDI).

Auf der Konferenz waren zudem zwei Vertreter vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vertreten. Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter für Demokratie, Menschenrechte, Soziale Entwicklung und die Digitale Welt im BMZ berichtete über „Deutschlands Rolle in Globaler Gesundheit“. Annegret al Janabi, Stellv. Referats-leiterin im Referat für Gesundheit, Bevöl-kerungspolitik und soziale Sicherung im BMZ, beantwortete in einer Diskussionsrunde Fragen.

Weitere Informationen zum sozialen Engagement der Zahnärzteschaft unter: www.bzaek.de/wir-ueber-uns/soziale-verantwortung.html 

Gruppenprophylaxe-Präventionspreis 2017 ausgeschrieben – „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“

Im Rahmen der IDS fand ein Pressegespräch der „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ von Bundeszahnärztekammer und CP GABA am 22. März statt. Neues Schwerpunkt-Thema 2017 ist „Gruppenprophylaxe interdisziplinär – Bilanz und Perspektiven“. Ziel der Initiatoren ist es, die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen nachweisbar zu verbessern. Im Fokus steht die disziplinübergreifende Zusammenarbeit.

Um die besten Ansätze in der Gruppenprophylaxe sichtbar zu machen, schreiben die Initiatoren auch in diesem Jahr einen Präventionspreis aus. Der Preis soll angewandte Präventionskonzepte und Gesundheitsförderungsprojekte prämieren, die sich in der täglichen Praxis nachweisbar bewährt haben und zu messbaren Verbesserungen geführt haben. Bewerbungen können bis 31. August 2017 eingereicht werden.

Zu den Ausschreibungsdetails: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/presse/pk/170322/03_PM_Praeventionspreis.pdf 

Heilmittelverordnungen durch Zahnärzte erstmals in eigener Richtlinie geregelt

Ab dem 01. Juli können Zahnärzte erstmals Heilmittel für die vertragszahnärztliche Versorgung verordnen. Dann treten die Heilmittel-Richtlinie und der Heilmittel-Katalog für Zahnärzte des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Kraft.

Bislang konnten Zahnärzte nur eingeschränkt auf die Heilmittelverordnung der übrigen Arztgruppen zurückgreifen. Die neue Richtlinie gliedert sich in zwei Teile:
Ein allgemeiner Teil regelt die grundle-genden Voraussetzungen zur Verordnung von Heilmitteln durch Vertragszahnärzte.
Der zweite Teil umfasst den Heilmittelkatalog Zahnärzte. Er ordnet einzelnen medizinischen Indikationen das jeweilige verordnungsfähige Heilmittel zu, beschreibt das Ziel der jeweiligen Therapie und legt die Verordnungsmengen im Regelfall fest.

„Daten & Fakten 2016“ erschienen

Die wichtigsten Kennzahlen zur zahn-ärztlichen Versorgung werden im Faltblatt „Daten & Fakten“ präsentiert, es wird jährlich aktualisiert und gemeinsam von BZÄK und KZBV herausgeben. Die aktuelle Ausgabe ist nun erschienen - inhaltlich erweitert. Visualisiert sind u. a. die Ent-wicklung der Zahnarztzahlen, die Verteilung der Zahnärzte nach Regionen und Geschlecht, der Kariesbefall bei Jugendlichen, Parodontitis bei Erwachsenen und Senioren, Bürokratiebelastung der Praxen und weitere Daten.
Die aktuelle Ausgabe steht online – auch in Einzeldateien – unter
www.bzaek.de/wir-ueber-uns/daten-und-zahlen.html bereit.

Kongress Armut und Gesundheit

Der Kongress ‚Armut und Gesundheit‘, der vom 16. bis 17. März in Berlin stattfand, trug 2017 das Motto ‚Gesundheit solidarisch gestalten‘. Prof. Richard Wilkinson, UK, eröffnete den Kongress, der sich als Forum für den Austausch über Strategien und Handlungsansätze zum Abbau ungleicher Gesundheitschancen versteht. Denn Menschen mit geringem Einkommen oder niedrigem Bildungsabschluss sind größeren Krankheitsrisiken ausgesetzt als andere Teile der Bevölkerung.

Das Programm umfasste mehr als 100 Veranstaltungen. Mit dabei war die BZÄK, die am 17. März in zwei Fachvorträgen auf die Mundgesundheitssituation von Einwanderern sowie auf die Herausforderungen bei der zahnärztlichen Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz und mit Behinderung aufmerksam machte. Die Einbettung der Zahnmedizin wurde von den Veranstaltern als sehr positiv wahrgenommen, da von hier aus wichtige gesundheitsförderliche und präventive Impulse ausgingen.

Neuer Ratgeber von Dentista und BZÄK: Verträge – mit Hirn und Herz

Bundeszahnärztekammer und Dentista e.V. haben einen Ratgeber „Verträge – mit Hirn und Herz“ herausgegeben.
Er vermittelt grundlegende Kenntnisse rund um das Thema Verträge für Beruf und Praxis als auch Lebenspartnerschaft. Beispiels-weise zu guten Anstellungsverträgen, Kostenbeteiligung an Fortbildungsmaßnahmen, Kooperationen mit Kollegen eingehen und wieder lösen, Probezeit, Trennung von Mitarbeitern und vielem mehr. Ergänzt werden die rechtlichen und persönlichen Empfehlungen um Verträge mit dem Lebenspartner – Ehevertrag, Scheidung, Todesfall oder Vorsorgevollmacht.

Der Ratgeber „Verträge – mit Hirn und Herz“ steht zum Download unter www.bzaek.de und www.dentista.de 


Vorankündigung: 12. Europatag der BZÄK

Am 07. Juni 2017 findet in Brüssel der 12. Europatag der Bundeszahnärztekammer unter der Fragestellung „Das Dienstleistungspaket – Mehr Wachstum durch weniger Regulierung?“ statt. Weitere Informationen finden Sie hier: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/eu/europatag_2017_save_the_date.pdf 


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Zahnärztekammern der Länder