KlartextKlartext 07/16

Delegation zahnärztlicher Leistungen: Aus- und Fortbildung Zahnmedizinischer Fachangestellter auf der BZÄK-Klausurtagung diskutiert

Der Vorstand der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat sich auf seiner Klausurtagung am 16. und 17. Juni 2016 in Magdeburg intensiv mit dem Themenfeld der Delegation befasst. In die Untersuchung des zukünftigen Bedarfs an Dentalhygienikern (DH) in Deutschland und der weiteren Entwicklung der Aufgaben des nichtzahnärztlichen Fachpersonals bezog der Vorstand die Entwicklung in anderen Ländern mit ein, um auch aus diesen Erfahrungen und Erkenntnissen Lösungswege abzuleiten. Der Vorstand beleuchtete zudem die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Delegation. Im Ergebnis der Beratungen beschloss er „Empfehlungen und Feststellungen zur Positionsbestimmung des Vorstandes der BZÄK zur Stärkung der Attraktivität des Berufsbildes der ZFA“.
Dieses Positionspapier ist ein erster Baustein eines ganzen Maßnahmenbündels zur berufspolitischen Aufarbeitung der Delegation. Darunter: die Novellierung der über 15 Jahre alten Ausbildungsverordnung für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) anzustoßen, die stärkere Verankerung der Grundsätze der Delegation in der Muster-Berufsordnung der BZÄK sowie in die Berufsordnungen der Länder und eine Überarbeitung des Delegationsrahmens der BZÄK mit dem Ziel, die Rechtssicherheit der Zahnärzte zu erhöhen. Jedweden Substitutionsbestrebungen wurde nochmals eine klare Absage erteilt.

Der Vorstand diskutierte ebenfalls über das Thema „Digitalisierung im Gesundheitswesen“. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Sorge, dass das geschützte Vertrauensverhältnis von (Zahn)Arzt und Patient durch den fortschreitenden Trend zur freiwilligen Preisgabe von  Gesundheitsdaten an Dritte sowie die sich ständig verbessernden Möglichkeiten zur Verarbeitung und Auswertung von großen, komplexen und sich schnell ändernden Datenmengen (Big Data) zunehmend erodiert. Für die dem Gemeinwohl verpflichteten Heilberufekammern resultieren hieraus neue Herausforderungen und Aufgaben.

Sachsen-Anhalt: Hünecke neuer Präsident

Die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt hat am 18. Juni einen neuen Vorstand gewählt.
Nach 26 Jahren als Kammerpräsident im Amt verabschiedete sich Dr. Frank Dreihaupt. Dr. Carsten Hünecke wurde zum neuen Präsidenten, zum Vizepräsidenten Maik Pietsch gewählt.

BdZM: Voß neuer Vorsitzender

Der Vorstand des Bundesverbands der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. (BdZM) wurde am 04. Juni neu gewählt. Neben dem neuen 1. Vorsitzenden Maximilian Voß, Uni Witten/Herdecke, wurde Arne Elvers-Hülsemann, Uni Kiel, 2. Vorsitzender.

Zwei neue Pflegetutorials online

Bundeszahnärztekammer und das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) haben aktuell zwei weitere Tutorials auf YouTube veröffentlicht, die Angehörigen Hinweise zur Mund- und Zahnpflege Pflegebedürftiger geben.

Alle Zahnarztpraxen und interessierte Einrichtungen dürfen die insgesamt zwölf Erklärvideos auf ihren Homepages einbinden oder verlinken.

Zu den zwei neuen Filmen:
„Entzündungen im Mund entdecken - Kontrolle der Mundhöhle“: youtu.be/LIF8ZsFYKyw
„Tipps zur Zahn- und Mundpflege bei pflegebedürftigen Senioren“: youtu.be/hZHmI4S-hC8
Alle zwölf Filme sind unter YouTube
Bundeszahnärztekammer zu finden.


G-BA: Feststellung eines zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarfs bei Zahnärzten

Mit Beschluss vom 16. Juni hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Bedarfsplanungs-Richtlinie Zahnärzte (BPL-RL ZÄ) die Anforderungen festgelegt, nach denen die Landesausschüsse der Zahnärzte und Krankenkassen einen zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf in nicht unterversorgten Planungsbereichen feststellen können.

Kriterien sind zum Beispiel die regionale Demografie, sozioökonomische Faktoren, Altersstruktur und fachliche Tätigkeitsgebiete der Zahnärzte in der Bezugsregion, aber auch räumliche Faktoren und infrastrukturelle Besonderheiten. Voraussetzung für die Bestimmung einer Bezugsregion ist weiterhin, dass gemessen an ihrer flächenmäßigen Ausdehnung eine versorgungsrelevante Bevölkerungszahl vorhanden und damit ein wirtschaftlicher Praxisbetrieb wahrscheinlich ist. Eine heterogene Verteilung von Zahnärzten innerhalb eines Planungsbereichs allein begründet noch keinen zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf.

Mit dem Beschluss setzt der G-BA einen Auftrag aus dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) um.

Forum Zahn- und Mundgesundheit eruierte niederschwellige Präventionsangebote


„Chancen niedrigschwelliger Präventionsangebote“ war Leitthema der Arbeitssitzung des Forums Zahn- und Mundgesundheit Deutschland am 01. Juni, der von Vertretern aus Berufs- und Gesundheitspolitik in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts unter dem Vorsitz der BZÄK diskutiert wurde.
Der Kariesbefall in Deutschland ist sehr ungleich verteilt und hängt von der sozialen Lage ab. Dank Gruppenprophylaxe und kollektiver Prävention können auch „vulnerable“ Gruppen erreicht werden. Diese Lösungsansätze sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsförderung sowie -erziehung und durch den Bezug zu den Lebenswelten effektiv und kosteneffizient. Welche Hindernisse bei der Umsetzung niedrigschwelliger Präventionsangebote allerdings bestehen, welche Handlungsfelder existieren und welche gesellschaftspolitischen Forderungen bestehen, wurde von rund 20 Vertretern aus Politik, Fachverbänden, Wissenschaft und Wirtschaft erörtert. Informationen zum Forum unter: www.forumzahnundmundgesundheit.de   

Präventionspreis „Mundgesundheit in der Pflege“ – jetzt bewerben

Noch bis 31. August nimmt die „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ von BZÄK und CP GABA Bewerbungen für den Präventionspreis entgegen. Die Auszeichnung fördert Konzepte und Projekte zur nachweisbaren Verbesserung der Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen, Hochbetagter und Menschen mit Behinderung. Eine unabhängige Jury vergibt drei Preise, die mit insgesamt 5.000 Euro dotiert sind. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Deutschen Zahnärztetags im November 2016 in Frankfurt am Main statt.

Kontakt und Einsendeadresse:
„Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“, Accente Communication GmbH, Tel.: 0611/40 80 6-19, E-Mail: martina.neunecker@accente.de

Thesenjournalismus: Koordinierungskonferenz der Öffentlichkeitsbeauftragten

Unter Federführung der BZÄK fand am 24. und 25. Juni in München die Koordinierungskonferenz der Öffentlichkeitsbeauftragten der (Landes-)Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen statt. Ziel war es, den Umgang mit Thesenjournalismus zu analysieren. Denn zum Teil lassen sich Medien unter Quotendruck bei vorher festgelegten Thesen nicht auf Gegenargumente und Fakten ein. Ob Organisationen hier zum Erfüllungsgehilfen werden sollten, diskutierten die Teilnehmer zusammen mit Referenten aus Journalismus, Public Relations und Beratung.

BFB-Broschüre: Initiativen zur Integration von Flüchtlingen

Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) hat einen Folder „Initiativen der Freien Berufe zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt“ erstellt. Dieser gibt einen kurzen Überblick, wie die Freien Berufe Integration mitgestalten, beispielsweise durch:
• (Sofort-)Hilfe für die Flüchtlinge: Gesundheitsversorgung, rechtliche Beratung und Vertretung
• Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt als Arbeitgeber, Ausbilder und Kollege

DKMS mit neuem Logo und Namen

Die DKMS gemeinnützige GmbH hat sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben. Sie wurde vor 25 Jahren in Deutschland gegründet und hat anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens sowie der Ausweitung ihrer weltweiten Aktivitäten Logo und Namen aktualisiert. Hier können Sie das neue Logo herunterladen:
www.bzaek.de/fileadmin/dl/mgr/Logo_black_deutsch.jpg
www.bzaek.de/fileadmin/dl/mgr/Logo_black_deutsch.pdf
Seit 2012 kooperiert die Bundeszahnärztekammer mit der DKMS. Sie hilft mit Öffentlichkeitsarbeit und Aufrufen innerhalb der Zahnärzte- und Studentenschaft, so viele Menschen wie möglich für dieses Thema zu sensibilisieren. Denn für BZÄK und DKMS fängt Gesundheit im Mund an. Kostenloses Praxismaterial über: http://www.dkms.de/bzaek

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