KlartextKlartext 07/17

Politische Rahmenbedingungen für die Zahnmedizin/BZÄK zur Bundestagswahl

Besser werden:
#3 Vergütung an wirtschaftliche Entwicklung anpassen

Zahnärzte sind für zahnärztliche Leistungen an die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und für ärztliche Leistungen an die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gebunden.
Um eine fachlich und betriebswirtschaftlich zeitgemäße GOZ bzw. GOÄ zu gewährleisten, fordert die Bundeszahnärztekammer:
•    eine zeitgemäße und fachlich wie betriebswirtschaftlich stimmige Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) auf Basis der Honorarordnung für Zahnärzte (HOZ) zu implementieren – auch vor dem Hintergrund der im Juni vom Bundeskabinett beschlossenen Erhöhung der Tierärztegebührenordnung (GOT) um 12 Prozent,
•    den Punktwert in der GOZ kontinuierlich an die wirtschaftliche Entwicklung anzupassen,
•    die Zahnmedizin als Teil der Medizin auch in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu verankern

Das ist eine von zehn Forderungen der Bundeszahnärztekammer für die nächste Legislaturperiode, damit unser Gesundheitssystem zukunftsfest gemacht wird.
Mehr unter: www.bzaek.de/gp 


Prof. Dr. Dietmar Oesterreich ist Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Dr. Dietmar Oesterreich bleibt Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, er erhielt auf der konstituierenden Kammerversammlung am 15. Juli 2017 das Votum der Delegierten. Dr. Jens Palluch wurde als Vizepräsident gewählt.

Tarifabschluss: Mehr Geld für Zahnmedizinisches Fachpersonal ab Juli

Rückwirkend zum 01. Juli 2017 steigen die Gehälter des Zahnmedizinischen Fachpersonals in Hamburg, Hessen, Westfalen-Lippe sowie im Saarland – zunächst um 2,8 Prozent, ab 01. Oktober 2018 um weitere 2,5 Prozent.
Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ebenfalls rückwirkend zum 01. Juli: auf 800 Euro im ersten, 840 Euro im zweiten und 900 Euro im dritten Ausbildungsjahr, d. h. um 50 Euro bzw. 60 Euro. Darauf einigten sich die Tarifpartner Verband medizinischer Fachberufe e.V. (VmF) und Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten (AAZ) am 28. Juni.

Der Tarifabschluss wird bundesweit gerne als Orientierung bei Gehaltsverhandlungen auch außerhalb seines Gültigkeitsbereichs genutzt. Die aktuell verhandelte Erhöhung ist auch dazu angetan, die Attraktivität des Berufs der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) zu steigern, gerade mit Blick auf den branchenübergreifenden Fachkräftemangel.

foodwatch und Ärzte gemeinsam gegen ernährungsassoziierte Krankheiten

foodwatch startet eine Aktion zur Prävention von Fehlernährung und ernährungsassoziierten Krankheiten. Diese soll in einer möglichst breiten Allianz aus Gesundheitsorganisationen das Thema Fehlernährung in den politischen Blickpunkt rücken. Den Auftakt machen der Verband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG).
(Zahn-)Ärzte sind aufgerufen, einen offenen Brief an die Politik zu unterzeichnen, der effektive Maßnahmen der Verhältnisprävention einfordert: www.aerzte-gegen-fehlernaehrung.de

Die BZÄK hat sich bereits 2014 auf einer foodwatch-Pressekonferenz gegen eine stark zuckerhaltige Ernährung positioniert. Gemeinsam kritisierten Zahnärzte und Kinderärzte die zu häufige Zuckeraufnahme und appellierten an eine stärkere Aufklärung.

Ausschreibung: Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen

Die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. hat den Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 03. September 2017. Der Preis der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen wird in Kooperation mit ACHSE vergeben. Er ist mit 50.000 Euro dotiert. Informationen und Bewerbungsformular unter: www.achse-online.de

Die BZÄK ist Mitglied im Nationalen Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE) und unterstützt die Aufklärung über seltene zahnmedizinische Erkrankungen.

Berichterstatter des Europäischen Parlaments fordert Ausnahmen für Heilberufe

Dr. Andreas Schwab (CDU), Berichterstatter des federführenden Binnenmarktausschusses des Europäischen Parlaments (IMCO), hat Mitte Juli seinen Berichtsentwurf zum Richtlinienvorschlag für einen Verhältnismäßigkeitstest vor Erlass neuen Berufsrechts vorgestellt. Eine gemeinsame Forderung der deutschen und europäischen Heilberufe aufgreifend, schlägt Schwab u.a. vor, Heilberufe vom Anwendungsbereich der geplanten Richtlinie auszunehmen. Er begründet dies mit der besonderen Bedeutung des Gesundheitsschutzes.
Ferner unterstreicht er, dass es allein Sache der Mitgliedstaaten sei, zu bestimmen, welches Schutzniveau im Gesundheitsbereich gelten soll. Die Abstimmung im IMCO ist für Ende November vorgesehen.

Zum Berichtsentwurf: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+COMPARL+PE-601.007+01+DOC+PDF+V0//DE&language=DE


BFB-Studie zu den ökonomischen Folgen beruflicher Regulierung vorgestellt

Angesichts der auf europäischer Ebene geführten Diskussion über die Zukunft der regulierten Berufe hat der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) auf Initiative der Bundeszahnärztekammer und anderer Mitgliedsorganisationen die wirtschaftswissenschaftliche Studie „Aspekte der Deregulierung bei den Freien Berufen“ beauftragt, die Anfang Juli in Berlin vorgestellt wurde. Autoren sind Prof. Dr. Justus Haucap und Prof. Dr. Alexander Rasch vom Institute for Competition Economics, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sowie Dr. Christian Waibel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

In der Studie werden die wirtschaftswissenschaftlichen Argumente, die von der Europäischen Kommission in der aktuellen Deregulierungsdebatte genutzt werden, einer kritischen Analyse unterzogen und mit Hilfe ökonomischer Modellrechnungen widerlegt. Der BFB hat damit für die weitere Auseinandersetzung in Brüssel wissenschaftliche Argumente zur Unterstützung.

Zur Studie:
www.freie-berufe.de/fileadmin/bfb/Startseiten-Inhalte/05-07-2017/Studie_ASPEKTE_DER_DEREGULIERUNG_BEI_DEN_FREIEN_BERUFEN_komplett.pdf

 

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Zahnärztekammern der Länder