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Von enormem kulturhistorischem Wert – Dentalhistorische Sammlungen sollen fusionieren

Die dentalhistorische Sammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) enthält über 40.000 Fachbücher, Zeitschriftenbände, Dissertationen, Fotos, Grafiken, Gemälde sowie zahnärztliche Materialien und Instrumente aus den vergangenen fünf Jahrhunderten.

Sie soll zukünftig mit dem Dentalhistorischen Museum Zschadraß, das Schätze der Zahnmedizin wie z.B. eine der ältesten Darstellungen des Zahnschmerzes (etwa 500 vor Christus) enthält, zusammengeführt und gemeinsam präsentiert werden. Damit entstünde die weltweit größte Sammlung kulturhistorischer Gegenstände aus 5.000 Jahren Zahnheilkunde. „Die historische Sammlung zeigt Pionier- und Erfindergeist, Perfektionsstreben, Liebe zum Beruf und den Willen, auch in schwierigen Zeiten weiterzumachen. Diese Vergangenheit erlebbar zu machen, ist unser Ziel“, so Prof. Dr. Christoph Benz.

Dieses Vorhaben ist nicht ohne Zuspenden möglich. Deshalb hat die BZÄK eine Spendenkampagne „Dentales Erbe – Spendenaktion zum Erhalt und zur Archivierung einer dentalhistorischen Sammlung“ initiiert. Kampagnen-Hashtag ist #DentalesErbe

Mehr Informationen zur Sammlung bzw. direkt spenden:
www.zm-online.de/dentales-erbe

GOZ-Count Up

Zeit der Nichtanpassung des Punktwertes der Gebührenordnung für Zahnärzte aktuell: 30 Jahre und 9 Monate.

Die BZÄK fordert eine zeitgemäße und fachlich wie betriebswirtschaftlich stimmige Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

Denn die Vergütung privatzahnärztlicher Leistungen wurde seit mehr als 30 Jahren nicht verändert, obwohl Personal- und Sachkosten in den Zahnarztpraxen Jahr für Jahr kräftig zulegen – und in allen Branchen seitdem mehrfach Inflationsausgleich oder Tariferhöhungen vorgenommen wurden.

Eine der größten Arztgruppen

Derzeit gibt es in Deutschland insgesamt 97.372 Zahnärzte und Zahnärztinnen, davon sind 72.592 Personen zahnärztlich aktiv. 50.022 sind in eigener Praxis niedergelassen und 22.570 in einem Angestelltenverhältnis in Praxen, MVZs oder anderen Einrichtungen des Gesundheits-wesens.

Quelle: Mitgliederstatistiken der (Landes-)Zahn-ärztekammern

Halbzeitbilanz für Bürokratieabbau

Am 22. Oktober hat der Nationale Normenkontrollrat (NKR) seinen Jahresbericht 2019 öffentlich überreicht. Auf der Konferenz wurde unter anderem diskutiert über:

  • Realitätslücken: Bisher werden gesetzliche Regelungen erarbeitet ohne Unternehmensrealität. Ein echter Praxischeck mit Praktikern aus der Wirtschaft müsse Abhilfe schaffen.
  • Transparenzlücken: Der Aufwand aus der Umsetzung von EU-Recht bleibt außen vor, obwohl er genauso belastet wie der aus nationalem Recht.
  • Erst Inhalt, dann Paragraf:  Rechtsetzung neu denken, Denken und Diskutieren in Zielen und Strategien, Verwendung verständlicher Eckpunktepapiere sowie eine umfassende Einbindung von Praktikern und Betroffenen.

Die BZÄK fordert, dass es endlich spürbare Entlastungen für die Praxen geben muss – Berechnungen des NKR und die Realität im Praxisalltag gehen weit auseinander. Die BZÄK hatte vor geraumer Zeit verzichtbare Regelungen identifiziert und konkrete Forderungen dem Normenkontrollrat benannt.

www.normenkontrollrat.bund.de

BZÄK im Wort: BZÄK-Jahresbericht erschienen

Der Jahresbericht 2018|2019 der BZÄK wurde veröffentlicht. Unter dem Titel „BZÄK im Wort“ werden in Kurzform die BZÄK-Arbeitsschwerpunkte im Berichtszeitraum subsumiert.

Neben der Forderung nach weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Behandlung, einer aktuellen Zahnmedizin, abgebildet in praktischem Handling,  Präventionsmöglichkeiten für alle Patientengruppen „von 0 bis 100“, moderner Studienordnung und neuzeitlichen Honoraren, einer klugen Digitalisierung, die es einfacher macht und nicht komplizierter oder potentiell unsicherer, gab es diverse Themen, denen sich die BZÄK stellte – mit etlichen Zwischenerfolgen.

Zum Jahresbericht: www.bzaek.de/jb

Hufeland-Preis 2019 verliehen

Am 28. Oktober wurde in Köln der Hufeland-Preis an Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Dr. Nadja Seidel und Dr. rer. medic. Friederike Stölzel für ihre Arbeit „Erfolgreiche Primärprävention und Gesundheitserziehung in Kindertagesstätten (CISUS)“ vergeben.
Der Hufeland-Preis gilt als der wichtigste Medizinerpreis im Bereich der Prävention in Deutschland. Er wird von der Hufeland-Stiftung ausgelobt, in der die Bundesärztekammer, die BZÄK und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. neben der Stifterin, der Deutschen Ärzteversicherung, vertreten sind. https://bit.ly/2JrVXu3

Initiative proDente

Aktuell diesen Monat bei proDente e.V. gibt es Informationen bzw. Multimedia-Pressemappen zu „Zahnersatz: lückenloses Bonusheft erhöht Zuschuss“ https://bit.ly/31TrfjR,  „Zahnbehandlung: keine Angst vor Betäubung“ https://bit.ly/2Wom4qP  sowie „Parodontitis kann Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigen“ https://bit.ly/2BQ30bz.

Drittes Europaforum der BZÄK in Brüssel

Am 15. Oktober veranstaltete die BZÄK ihr drittes Europaforum in Brüssel. Für den Gedankenaustausch über aktuelle gesundheits- und binnenmarktpolitische Themen konnten Vertreter aus allen in Brüssel ansässigen EU-Institutionen gewonnen werden. Aus dem Europäischen Parlament waren u.a. Dr. Peter Liese (CDU), gesundheitspolitsicher Sprecher der EVP-Fraktion, und Marion Walsmann (CDU), neues Mitglied des Binnenmarktausschusses, der Einladung der BZÄK gefolgt. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen europapolitische Themen, die für die Zahnärzteschaft von besonderem Interesse sind, wie der Umgang der Europäischen Union mit den regulierten Berufen oder die Entwicklung des Gesundheitswesens im digitalen Binnenmarkt sowie die schleppende Umsetzung des neuen EU-Rechtsrahmens für Medizinprodukte.

Deutscher Zahnärztetag 2019

Die Bundesversammlung der Bundeszahn-ärztekammer im Rahmen des Deutschen Zahnärztetags 2019 findet am 15./16. November in Berlin statt. Der wissenschaftliche Kongress findet am 08./09. November in Frankfurt am Main statt.
Alle Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungsformaten finden Sie hier: www.bzaek.de/deutscher-zahnaerztetag.html

 

 

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