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Mehr Zeit für Patienten schaffen: Bundeszahnärztekammer begrüßt Bürokratieabbaupläne von Bundesregierung und BMG

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßt die von der Bundesregierung vorgestellten Pläne zum Bürokratieabbau und die Initiative von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, gemeinsam mit den maßgeblichen Akteuren des Gesundheitswesens konkrete Schritte zum Bürokratieabbau auf den Weg zu bringen. 

Der Abbau unnötiger Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben ist überfällig. Zurzeit sind Zahnarztpraxen durch bürokratische Vorgaben wie Melde- und Dokumentationspflichten unverhältnismäßig stark belastet. Jede Stunde, die nicht für Bürokratie aufgewendet werden muss, kommt unmittelbar der Versorgung der Patientinnen und Patienten zugute. 

„Der angekündigte Bürokratieabbau im Gesundheitswesen scheint nun wirklich Fahrt aufzunehmen. Zahnarztpraxen und ihre Teams brauchen Entlastung von Vorgaben, die über die Jahre angewachsen sind und keinen nachweisbaren Nutzen für die Patientensicherheit oder Behandlungsqualität haben. Die aber wertvolle Zeit binden, die im Behandlungszimmer viel sinnvoller eingesetzt wäre. Ein Ausrangieren unnützer Vorgaben ist nötig.“, so Dr. Ralf Hausweiler, Vizepräsident der BZÄK.

Entscheidend wird sein, dass sich der Wille zum Bürokratieabbau durch alle Ebenen des Gesundheitswesens zieht. Auch nachrangige Behörden dürfen keine zusätzlichen Anforderungen schaffen, die den Entlastungszielen des Gesetzgebers entgegenstehen. Die angekündigten Maßnahmen sollten zügig und spürbar in die Praxis kommen.

„Die Bundesregierung und das Bundesgesundheitsministerium gehen die richtigen Schritte und beziehen die Expertise der Selbstverwaltung erfreulicherweise intensiv ein. Wir werden weiterhin alles daran setzen, besonders überflüssige, zeit- und kostenintensive Vorschriften wie die externe Validierung von Thermodesinfektoren und Autoklaven in Zahnarztpraxen abzuschaffen“, ergänzt Dr. Doris Seiz, Vizepräsidentin der BZÄK. „Überflüssige Vorgaben müssen gestrichen werden und gleichzeitig dürfen keine neuen Bürokratielasten entstehen. Das Limit ist erreicht!“

Hintergrund

Mit durchschnittlich sechs Stunden Bürokratiearbeit pro Woche je Praxisinhabendem sowie weiteren 2,5 Stunden pro Mitarbeitendem summiert sich der Bürokratieaufwand in einer durchschnittlichen Zahnarztpraxis auf mehr als 24 Stunden pro Woche – das zeigte die aktuellste Befragung vertragszahnärztlicher Praxen.

Pressekontakt: Dipl.-Des. Jette Krämer-Götte, Telefon: +49 30 40005-150, E-Mail: presse@bzaek.de 

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