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hiermit erhalten Sie den aktuellen Klartext der Bundeszahnärztekammer.


Themen

10 Jahre AuB-Konzept | Niedersachsen: Bunke als Präsident wiedergewählt | Meldung eines Corona-Vorfalls in der Zahnarztpraxis | Arbeitslos | GOZ-Count Up | Ausschreibung Hufeland-Preis 2020 | HDZ besorgt über weltweite Auswirkungen der Corona-Pandemie | Wissenschaftlicher Kongress des Deutschen Zahnärztetages auf 2021 verlegt | Initiative proDente | EU-Staats- und Regierungschefs kürzen Mittel für Gesundheitsprojekte | Gesundheitspolitische Forderungen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft


10 Jahre AuB-Konzept: Ein Meilenstein für die Mundgesundheit im hohen Alter und mit Handicap

2010 stellten Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und die Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Behindertenbehandlung im Berufsverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) ihr gemeinsames Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ vor. Das „AuB-Konzept“ widmete sich erstmals systematisch der Versorgung von älteren Menschen, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung – vulnerable Patientengruppen, die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung meist eine schlechtere Mundgesundheit haben.

Niederschlag im Sozialgesetzbuch (SGB) fand es aber erst Jahre später und nach viel politischer Überzeugungsarbeit der BZÄK und der anderen beteiligten Verbände. Ein wichtiger Punkt war dabei 2017 die Aufnahme einer neuen Richtlinie durch Erweiterung des Paragraphen 22a SGB V. Sie bildet die Grundlage für überwiegend präventive Leistungen für die zahnärztliche Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf bzw. mit Beeinträchtigung. Demnach sind in der aufsuchenden Versorgung nun auch wesentliche Präventionsleistungen wie z.B. die Erhebung des Mundgesundheitsstatus verankert.

„Mit diesen wichtigen Erfolgen ist der Einsatz für Menschen im hohen Alter und mit Handicap noch nicht zu Ende. Auch im Jubiläumsjahr des AuB-Konzepts gilt es, die Ausgestaltung zu prüfen und zielgruppenspezifisch weitere Maßnahmen aufzunehmen. Das Konzept ist mit Blick auf die aktuellen Erkenntnisse und die vorhandenen Problemlagen insbesondere für Menschen mit Behinderung weiterzuentwickeln, so dass auch mit therapeutischen Maßnahmen besonders Betroffene zielgenau erreicht werden können“, so BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich.

Die zahnärztliche Behandlung dieser Patienten, die einen überdurchschnittlich hohen Mehraufwand (zeitlich, personell, instrumentell, apparativ) auslösen, sollte durch Honorarzuschläge gefördert werden.

Der Zugang vulnerabler Bevölkerungsgruppen zur zahnärztlichen Versorgung bleibt auch weiterhin ein wichtiges Anliegen der BZÄK.


Niedersachsen: Bunke als Präsident wiedergewählt

Die konstituierende Kammerversammlung der Zahnärztekammer Niedersachsen bestätigte am 11. Juli den bisherigen Präsidenten D.M.D./Univ. of Florida Henner Bunke im Amt. Zum Vizepräsidenten wurde Dr. Lutz Riefenstahl gewählt.


Meldung eines Corona-Vorfalls in der Zahnarztpraxis

Bislang deuten die vorliegenden Daten auf ein geringes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus in der zahnärztlichen Praxis hin. Um eine realistische Einschätzung zu erhalten, wie stark Zahnärzte und ihre Mitarbeiter betroffen sind, bittet die BZÄK betroffene Praxen um Meldung.

Die anonyme Erfassung läuft über die jeweilige (Landes-)Zahnärztekammer.


Arbeitslos

6.407 Zahnmedizinische Fachangestellte waren im Juni 2020 bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Zunahme um über 50 Prozent gegenüber Januar. Die Coronakrise hinterlässt damit auch in dieser Berufsgruppe deutliche Spuren.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit


GOZ-Count Up

Zeit der Nichtanpassung des Punktwertes der Gebührenordnung für Zahnärzte aktuell: 31 Jahre und 6 Monate.


Ausschreibung Hufeland-Preis 2020

Noch bis 30. Oktober sind (Zahn)Ärzte aufgerufen, sich mit ihrer Arbeit zum Thema Prävention bzw. auf Prävention bezogener Versorgungsforschung für den Hufeland-Preis zu bewerben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert. Zu den Ausschreibungsunterlagen:

www.hufeland-preis.de.

Träger des Hufeland-Preises sind neben der Stifterin Deutsche Ärzteversicherung AG, die Bundesärztekammer, die BZÄK und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.


HDZ besorgt über weltweite Auswirkungen der Corona-Pandemie                    

Die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) ist besorgt über die Auswirkungen der Pandemie in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Nöte der Menschen in den Projektländern hätten sich durch Lockdowns, Arbeitslosigkeit, Ausgangssperren und Hunger erheblich verschlimmert. Entsprechende Berichte der Projektpartner sind beim HDZ eingegangen. Die Menschen sind mehr denn je auf Unterstützung und Spenden angewiesen.

Weitere Informationen unter:

www.stiftung-hdz.de


Wissenschaftlicher Kongress des Deutschen Zahnärztetages auf 2021 verlegt

Der Kongress im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt am Main wird auf den 05./06. November 2021 verlegt. Am ursprünglichen Datum 13./14. November 2020 wird eine Online-Veranstaltung zu aktuellen Themen durchgeführt.

Weitere Informationen unter:

http://dtzt.de/


Initiative proDente

proDente hat eine Pressemitteilung zu ungesunden Schultüten veröffentlicht (https://t1p.de/p5se). Das Magazin zu Parodontitis wurde neu aufgelegt und ist hier bestellbar:

Für Patienten:

www.prodente.de/zaehne/informationen/magazine-din-a4.html

Für Praxen (Login):

www.prodente.de/fachbesucher/service.html


EU-Staats- und Regierungschefs kürzen Mittel für Gesundheitsprojekte  

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten haben auf ihrem Sondergipfel vom 17. bis 21. Juli ein Finanzpaket von über 1,8 Billionen Euro verabschiedet. Es besteht aus 1.074 Milliarden Euro für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) von 2021 bis 2027 sowie aus 750 Milliarden Euro für das Konjunktur- und Investitionsprogramm „Next Generation EU”, mit dem die Folgen der Corona-Pandemie bekämpft werden sollen.

Im Laufe der Marathonverhandlungen wurde an dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen neuen EU-Gesundheitsprogramm „EU4Health“ signifikant gekürzt: statt 9,4 Milliarden sollen nach dem Willen des Europäischen Rates lediglich 1,7 Milliarden Euro in den kommenden sieben Jahren für EU-Gesundheitsprojekte zur Verfügung stehen. Widerstand kommt aus dem Europäischen Parlament, dass ebenfalls über den EU-Haushalt und das Konjunkturprogramm entscheiden muss.

https://t1p.de/k5qp

https://t1p.de/vaou


Gesundheitspolitische Forderungen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Unmittelbar vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat der Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) am 30. Juni ein gesundheitspolitisches Positionspapier verabschiedet. Die MIT fordert dabei von der Ratspräsidentschaft, die richtigen Lehren aus der COVID-19 Pandemie zu ziehen und die europäische Gesundheitspolitik neu auszurichten. So erteilt die MIT den Liberalisierungsbestrebungen der Europäischen Kommission eine deutliche Absage und spricht sich vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Pandemie für einen neuen, weniger ökonomisch orientierten, Bewertungsansatz der Gesundheitssysteme aus.

Zudem fordert die MIT, perspektivisch eine Ausnahme der Gesundheitsberufe vom Anwendungsbereich der EU-Richtlinie für einen Verhältnismäßigkeitstest einzuführen.

https://www.mit-bund.de/sites/mit/files/dokumente/beschluesse/20200630_beschluss_buvo_ratspraesidentschaft.pdf