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hiermit erhalten Sie den aktuellen Klartext der Bundeszahnärztekammer.


Themen

Deutscher Zahnärztetag und Bundesversammlung 2020 digital | Bruttowertschöpfung in Zahnarztpraxen 2020 konträr zum Gesundheitswesen insgesamt| GOZ-Count Up | Rezepte nur noch mit Dosierung | Meldung eines Corona-Vorfalls in der Zahnarztpraxis | Statistisches Jahrbuch 2019/2020 veröffentlicht | Initiative proDente | CED verweist auf Sicherheit der zahnärztlichen Behandlungen in Europa | Europäische Kommission: Arbeitsprogramm 2021 – Gesundheitsthemen verstärkt im Blick | Verdreifachung der EU-Mittel für Gesundheitsprojekte


Deutscher Zahnärztetag und Bundesversammlung 2020 digital

Der Wissenschaftliche Kongress des Deutschen Zahnärztetags wurde auf Grund der Pandemie als Online-Kompakt-Kongress „Orale Medizin und Immunkompetenz“ am 13. November angeboten. Zum Auftakt wandte sich Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer Video-Botschaft an die Teilnehmer und dankte der Zahnärzteschaft für die Aufrechterhaltung der zahnmedizinischen Versorgung auch unter den deutlich erschwerten Bedingungen der Pandemie. Er verwies dabei insbesondere auf das ausgezeichnete Hygienekonzept der Zahnärzte, welches bisher zu keinen Infektionen im Umfeld der zahnmedizinischen Betreuung geführt hat.   

Zudem gab es einen politischen Talk zur aktuellen Situation und Position der Zahnmedizin. Auf der Podiumsdiskussion diskutierte BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel über den Wert hoher Hygienestandards in der Zahnmedizin, die Bedeutung einer gemeinsamen vorklinischen Ausbildung von Medizinern und Zahnmedizinern und den demografischen Wandel in der Zahnärzteschaft, der sich aktuell durch eine wegen der Corona-Krise verstärkten frühzeitigen Praxisabgabe besonders offenbare.

Mit den inhaltlichen Aussagen des Online-Kongresses wurden die langfristige strategische Zielausrichtung sowie die damit verbundenen zahlreichen Initiativen der BZÄK bestätigt:

1. Zahnmedizin ist wesentlicher Bestandteil der Medizin und ein essentieller Heilberuf

2. Prävention ist die wesentliche Grundlage jeglicher zahnmedizinischen Tätigkeit

3. Kommerzialisierung im Gesundheitswesen birgt Gefahren der Deprofessionalisierung

4. Der demografische Wandel der Gesellschaft führt zu erhöhtem Betreuungsaufwand in der Bevölkerung und zu Veränderungen in den zahnärztlichen Strukturen

5. Die zahnmedizinische Ausbildung muss gleichberechtigt zur Medizin gestaltet werden

Auch der an den Deutschen Zahnärztetag angeschlossene Zukunftskongress fand am 14. November online statt, BZÄK, Dentista und der BdZA luden ein. Corona, Assistenzzeit, Umweltschutz in der Zahnmedizin, Mitarbeiterführung, Praxisgründer waren u.a. Themen. Fragen wurden live im Chat beantwortet. Prof. Dr. Christoph Benz, BZÄK-Vizepräsident, sprach über Hygiene in Zeiten der Pandemie und die Erfahrungen aus der Vergangenheit, die nun zu Gute kommen. 

Die Bundesversammlung der BZÄK findet vor dem Hintergrund der aktuellen Dynamik des Infektionsgeschehens, der rechtlichen Einschränkungen sowie aus Gründen des Gesundheitsschutzes online und mit reduzierter Tagesordnung am 19. Dezember 2020 statt.

 

Bruttowertschöpfung in Zahnarztpraxen 2020 konträr zum Gesundheitswesen insgesamt

Die Bruttowertschöpfung in Zahnarztpraxen hat im 1. Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,6 Prozent abgenommen. Bezieht man die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche (Dentalhandwerk, Dentalhandel etc.) ein, betrug der Rückgang sogar 14,3 Prozent. Damit ist die Situation im zahnärztlichen Bereich konträr zum Gesundheitswesen insgesamt, wo infolge der zusätzlichen Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 ein Wachstum um 2,5 Prozent zu verzeichnen ist.

Quelle: Statistisches Jahrbuch 19/20 der BZÄK, Zahnärztliches Satellitenkonto


GOZ-Count Up

Zeit der Nichtanpassung des Punktwertes der Gebührenordnung für Zahnärzte aktuell: 31 Jahre und 10 Monate.


Rezepte nur noch mit Dosierung

Durch eine Änderung der Arzneimittel-Verschreibungsverordnung (AMVV) ist für die Verschreibung von Humanarzneimitteln ab 1. November 2020 eine Verpflichtung zur Angabe der Dosierung auf dem Rezept eingeführt. Dies gilt nur dann nicht, wenn dem Patienten ein Medikationsplan, der das verordnete Arzneimittel umfasst, oder eine entsprechende schriftliche Dosierungsanweisung der ärztlichen Person vorliegt und die verschreibende Person dies in der Verschreibung kenntlich gemacht hat.

www.bzaek.de/iza


Meldung eines Corona-Vorfalls in der Zahnarztpraxis

Um Infektionen zwischen privatem Umfeld und Praxisalltag differenzieren zu können, können betroffene Zahnarztpraxen anonymisiert melden, wenn sie selbst von Covid-19 betroffen waren. Zum Meldezugang gelangen Praxen über ihre (Landes-)Zahnärztekammer.


Statistisches Jahrbuch 2019/2020 veröffentlicht

Im Statistischen Jahrbuch der BZÄK werden regelmäßig Zahlen, Daten, Fakten zu unterschiedlichen Aspekten der zahnärztlichen Berufsausübung und zum Mundgesundheitszustand der Bevölkerung zusammengestellt. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Zahnarztpraxen. Anhand der Daten der GOZ-Analyse und des Zahnärztlichen Satellitenkontos werden die besonderen Schwierigkeiten auf Grund der Sonderstellung der Zahnmedizin in dieser Krise deutlich.

Die Publikation kann für 10 Euro zzgl. MwSt. und Versand über die BZÄK bezogen werden: www.bzaek.de/wir-ueber-uns/daten-und-zahlen.html


Initiative proDente

proDente bietet aktuell Informationen zur Professionellen Zahnreinigung  (https://t1p.de/4uvx) sowie zu „Diabetes und Parodontitis“ an (https://t1p.de/avy3).

Mit dem Journalistenpreis „Abdruck“ würdigte proDente herausragende journalistische Arbeiten: https://t1p.de/lwf7


CED verweist auf Sicherheit der zahnärztlichen Behandlungen in Europa

Zahnmedizin bleibt für Patienten, zahnärztliches Team und Zahnärzte in der Pandemie sicher, darauf verweist der Council of European Dentists (CED) in einer aktuellen Position. Er empfiehlt Kontinuität bei der zahnärztlichen Versorgung. Es gebe zunehmend Belege für die hohe Sicherheit bei der zahnärztlichen Versorgung, die persönliche Schutzausrüstung schütze sowohl das zahnärztliche Personal als auch den Patienten. Nicht nur dringende zahnärztliche Behandlung seien wichtig, sondern auch Vorsorge, sie sollten als wesentliche Gesundheitsversorgung angesehen und nicht verschoben werden.

Der CED vertritt 30 europäische Länder. Er bestätigt die Auffassungen der BZÄK.

Zur Position (engl.)


Europäische Kommission: Arbeitsprogramm 2021 – Gesundheitsthemen verstärkt im Blick

Am 19. Oktober hat die Europäische Kommission ihr Arbeitsprogramm für 2021 vorgestellt. Mit Titel „Eine vitale Union in einer fragilen Welt“ enthält es 44 neue EU-Initiativen. Anders als zuletzt ist Gesundheit wieder ein Thema, es wird ausdrücklich die Notwendigkeit einer stärkeren europäischen Gesundheitsunion betont. So sind z.B. ein Vorschlag zur Einrichtung einer neuen europäischen Agentur für fortgeschrittene biomedizinische Forschung und Entwicklung sowie zur Einrichtung eines europäischen Raums für Gesundheitsdaten angekündigt. Zudem wird eine Evaluierung der sog. Patientenrechterichtlinie in Aussicht gestellt, die die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung erleichtern sollte.

Zum Arbeitsprogramm: https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/2021_commission_work_programme_de.pdf

Weitere Informationen: https://ec.europa.eu/info/publications/2021-commission-work-programme-key-documents_de


Verdreifachung der EU-Mittel für Gesundheitsprojekte

Am 10. November haben sich die Unterhändler von Europäischem Parlament und der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft über den EU-Finanzrahmen (MFF) von 2021 bis 2027 sowie das Konjunktur- und Investitionsprogramm „Next Generation EU” geeinigt. Das Gesamtpaket hat ein Volumen von über 1,8 Billionen Euro.

Das Europäische Parlament konnte eine Verdreifachung der Mittel für das neue EU-Gesundheitsprogramm „EU4Health“ durchsetzen: Während der Rat im Sommer lediglich 1,7 Milliarden Euro für EU-Gesundheitsprojekte gestattete, einigte man sich nun auf 5,1 Milliarden Euro.

Informationen und eine Bewertung finden Sie hier: www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20201106IPR91014/kompromiss-zum-langfristigen-eu-haushalt-16-mrd-euro-mehr-fur-eu-programme