Herbert-Lewin-Forschungspreis

Zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung schreibt die Bundeszahnärztekammer den Herbert-Lewin-Forschungspreis „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus“ aus.  Mit dem Herbert-Lewin-Preis werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit der Rolle der Ärzteschaft während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

An der Ausschreibung können teilnehmen:

  • Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Einzelpersonen
  • Kooperationen oder Gemeinschaften von Ärztinnen und Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
  • Studierende der Zahn- oder Humanmedizin
  • an zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Jede teilnehmende Person und jede Arbeitsgruppe kann sich mit je einer Arbeit bewerben.


Forschungspreis 2019

Der erste Platz ging 2019 an Dr. Susanne Doetz und Dr. Christoph Kopke für ihre Arbeit „und dürfen das Krankenhaus nicht mehr betreten“. Das Werk befasst sich mit dem Ausschluss jüdischer und politisch unerwünschter Ärztinnen und Ärzte aus dem Berliner städtischen Gesundheitswesen 1933-1945“.

Der zweite Platz ging an Dr. Doris Fischer-Radizi für ihre Arbeit „Vertrieben aus Hamburg“ über die Ärztin Rahel Liebeschütz-Plaut. Den dritten Platz belegte Dr. Mathias Schütz für den Beitrag „Vier Ermittlungen und ein Verdienstkreuz. Der Hygieniker Hermann Eyer, der nationalsozialistische Fleckfieberkomplex und die Grenzen der Aufarbeitung“.

Der Herbert-Lewin-Forschungspreis wurde 2019 zum siebten Mal vergeben.

Pressemeldung vom 27. November 2019

Weitere Informationen auf www.kzbv.de


Herbert Lewin

Herbert Lewin wurde am 1. April 1899 in Schwarzenau geboren. Nach seinem Medizinstudium arbeitete er in der jüdischen Poliklinik in Berlin, ab 1937 bis zu seiner Deportation als Chefarzt im jüdischen Krankenhaus in Köln. Nach seiner Befreiung nahm er seine Arzttätigkeit wieder auf. Von 1963 – 1969 war er Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Lewin starb am 21. November 1982 in Wiesbaden. Quelle: www.zentralratdjuden.de


Frühere Forschungspreise

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Zahnärztekammern der Länder