Themenschwerpunkte

Patientenorientierte Gesundheitsversorgung
mit freier Arztwahl und Sicherung der Patientenrechte

Die Bundeszahnärztekammer setzt sich für eine qualitätsorientierte zahnmedizinische Versorgung ein. Ihr ist daran gelegen, die gesundheitliche Kompetenz und Souveränität der Patienten auszubauen. Die Bürger sollen befähigt werden, ihre Rolle als mündiger Patient wahrzunehmen. Hierzu gehören u. a. qualitätsgesicherte, unabhängige, zielgerichtete und verständliche Gesundheitsinformationen.
Patientensicherheit ist ein bedeutendes Anliegen der Bundeszahnärztekammer. Sie unterstützt Zahnärzte dabei, sich über Behandlungserfahrungen auszutauschen.

Förderung der Zahn- und Mundgesundheit

Mundgesundheit ist ein zentraler Faktor für die Allgemeingesundheit. Die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ist ein integraler Bestandteil des medizinischen Fächerkanons.
Jeder Bürger soll Zugang zu einer qualitativ hochwertigen zahnärztlichen Versorgung haben. Diese wird von gut ausgebildeten, qualifizierten und kompetenten Zahnärzten erbracht. Der Patient steht hierbei stets im Mittelpunkt. Dafür tritt die Bundeszahnärztekammer ein.

Qualitätsförderung

Aspekte der Qualitätsförderung sind ein zentraler Bestandteil aller Arbeitsbereiche der Bundeszahnärztekammer. Eine selbstbestimmte Qualitätsförderung auf wissenschaftlicher Grundlage richtet sich einerseits auf den Patienten aus und orientiert sich andererseits am zahnärztlichen Versorgungsalltag.

Freiberuflichkeit

Die Bundeszahnärztekammer tritt für die freiberufliche Berufsausübung in allen Formen der zahnärztlichen Berufsausübung und für den Erhalt der freiberuflichen Selbstverwaltung ein.
Sie begegnet so den gesellschaftspolitischen und (zahn-)medizinischen Herausforderungen, die sich der Zahnärzteschaft u. a. aufgrund zunehmender sozialer Diskrepanzen und des demografischen Wandels der Bevölkerung stellen, mit eigenen konzeptionellen Vorstellungen.
Die Einführung und Nutzung innovativer Technologien finden in der freiberuflichen Berufsausübung optimale Voraussetzungen - zum Wohle der Patienten.

Novellierung der Approbationsordnung

Die Bundeszahnärztekammer fordert die Novellierung der Approbationsordnung aus dem Jahre 1955. Nur durch ihre Novellierung ist ein weiterhin hoher Ausbildungsstandard gewährleistet. Bei der Fort- und Weiterbildung sind europäische Entwicklungen aber auch die Erwartungshaltungen der Patienten zu berücksichtigen.
Die in der Berufsordnung festgelegten Grundsätze einer flexibleren Berufsausübung müssen - unter Berücksichtigung von Eigenverantwortung und fachlicher Unabhängigkeit - aktiv gestaltet werden.

Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Ziel ist eine Gebührenordnung, die den Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte und präventionsorientierte Zahnheilkunde gerecht wird und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen bewertet ist.
Der Patient hat das Recht auf Teilhabe am medizinischen Fortschritt, den eine Gebührenordnung abbilden muss. Die Bundeszahnärztekammer hält ihre Forderung nach einer weiteren Novellierung aufrecht.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Nachwuchsförderung

Die Bundeszahnärztekammer fördert die Vereinbarkeit von Praxis und Familie. Rahmenbedingungen für familienfreundliche Arbeitsbedingungen stehen dabei im Mittelpunkt. Unterstützungsangebote für eine familienfreundliche Niederlassung und Beratungsangebote zu unterschiedlichen Berufsausübungsformen, die flexible Arbeitsmodelle ermöglichen, spielen eine wichtige Rolle.

Befundorientierte Festzuschüsse für weitere Bereiche der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Zahnmedizin stößt zunehmend an gesundheitsökonomische Grenzen. Der Patient hat ein Recht auf Teilhabe am medizinischen Fortschritt ohne seine solide Grundversorgung zu verlieren. Festzuschüsse bieten einen allgemein akzeptierten Ansatz, dies zu realisieren.
Die Bundeszahnärztekammer unterstützt die Einführung befundorientierte Festzuschüsse für weitere Bereiche der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Förderung der Versorgungsforschung

Versorgungsforschung bedeutet für den Berufsstand, sich auf wissenschaftlicher Grundlage kritisch mit den Rahmenbedingungen des Versorgungsalltags auseinanderzusetzen – als wichtiger Beitrag zur Gesundheitssystemgestaltung. Deswegen gilt es Forschungsansätze, die den unmittelbaren Versorgungsalltag betreffen, zu fördern und für eigene konzeptionellen Lösungsansätze zu nutzen.
Die Bundeszahnärztekammer setzt sich konsequent dafür ein, die Versorgung der Patienten weiter zu verbessern.
Die Nutzenbewertung zahnärztlicher Maßnahmen wird verstärkt an den Prinzipien der Evidence-based Dentistry gemessen. Wissenschaftliche Forschungsansätze müssen sich deshalb an diesen Prinzipien ausrichten, um dem Zahnarzt im Versorgungsalltag die nötige Sicherheit für seine Behandlungsentscheidung zu geben.