Telematik

eZahnarztausweis

Der eZahnarztausweis ist der elektronische Heilberufsausweis (HBA) für Zahnärztinnen und Zahnärzte.

Verfügbarkeit

Der eZahnarztausweis ist aktuell für alle (Landes-) Zahnärztekammern erhältlich.

Ausgabe

Für die Ausgabe sind die (Landes-)Zahnärztekammern zuständig, so sehen es die Heilberufegesetze der Länder vor. Die Bundeszahnärztekammer koordiniert das Projekt und hat eine bundesweit einheitliche Herausgabeinfrastruktur geschaffen.

Notwendigkeit / HBA-Pflicht

Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt, soweit noch nicht vorhanden, schnellstmöglich einen eZahnarztausweis zu bestellen. Für den Bestellvorgang sollten 6-8 Wochen eingeplant werden.

Seit Inkrafttreten des Patientendaten-Schutzgesetzes im Oktober 2020 ist das Vorhandensein eines HBA und damit eines eZahnarztausweises (oder einer ZOD-Karte) in der Praxis verpflichtend. Auch für den Nachweis, dass die Praxis bereit für die elektronische Patientenakte (ePA) ist (zum 01.07.2021), gehört der HBA dazu.

Mit Blick auf das eRezept (ab 01.01.2022 verpflichtend geplant) und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU, ab Oktober 2021 verpflichtend geplant), muss jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt, die bzw. der eine entsprechende Verordnung ausstellen können muss, in Besitz eines eZahnarztausweises sein.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie nach Erhalt des eZahnarztausweises diesen noch aktivieren und freischalten müssen. Die Anbieter liefern dafür entsprechende Anleitungen mit.


Notwendigkeit eZahnarztausweis

  • 01.07.2021 Bereitschaft der Praxis für die ePA (einer je Praxis)
  • 01.10.2021 Start eAU (für alle, die eine Verordnung ausstellen müssen)
  • 01.01.2022 Start eRezept (für alle, die eine eRezept ausstellen müssen)

Herstellung

Die Herstellung des eZahnarztausweises erfolgt mit der Hilfe von folgenden Anbietern, die nach dem marktoffenen Zulassungsmodell zugelassen werden (Reihenfolge alphabetisch):

D-Trust GmbH   |   Medisign GmbH |   SHC+CARE    |  T-Systems International GmbH


Telematikinfrastruktur

Mittlerweile sind die meisten Zahnarztpraxen an die Telematikinfrastruktur angebunden. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist ausschließlicher Versicherungsnachweis, um medizinische Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Sie wird von Ärztinnen, Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten zur Abrechnung benötigt. In der Praxis ist sie zudem der Schlüssel zu den Anwendungen der Telematikinfrastruktur.

Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

Die eGK wird online abgeglichen, kann aktualisiert und auch – unter bestimmten Voraussetzungen – gesperrt (und damit ungültig) werden.

Notfalldatenmanagement (NFDM) und Elektronischer Medikationsplan/
Arzneimitteltherapiesicherheit (eMP/AMTS)

Dies sind die ersten medizinischen Anwendungen der Telematikinfrastruktur. Sie wurden mit dem Update zum eHealth-Konnektor eingeführt.

Elektronische Patientenakte

Seit 01.01.2021 können Versicherte eine elektronische Patientenakte anlegen lassen. Der Rollout der in den Praxen dafür notwendigen Komponenten ist von der gematik ab 01.07.2021 geplant. Wichtig: Bis zum gleichen Stichtag müssen die Praxen gemäß Patientendatenschutzgesetz nachweisen, dass sie „ePA-ready“ sind, d.h. „dass sie über die für den Zugriff auf die elektronische Patientenakte erforderlichen Komponenten und Dienste verfügen. Wird der Nachweis (…) nicht erbracht, ist die Vergütung vertragsärztlicher Leistungen pauschal um 1 Prozent zu kürzen.“

Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt allen Zahnärztinnen und Zahnärzten daher, sofern noch nicht erfolgt, schnellstmöglich einen eZahnarztausweis zu bestellen.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Ab Oktober 2021 soll die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch übertragen werden (eAU). Um dieser Pflicht genüge zu tun, muss jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt, der eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen können muss, in Besitz eines eZahnarztausweises sein.

Praxisausstattung und Refinanzierung

Zahnärztinnen und Zahnärzte müssen nicht selbst für die Anbindung ihrer Praxen an die TI aufkommen. Die Kosten für die Ausstattung (u.a. Konnektor, Kartenterminal(s), Praxisausweis und hälftig der eZahnarztausweis) übernehmen die Krankenkassen im Rahmen der Grundsatzfinanzierungs- und Pauschalenvereinbarung, die mit der KZBV vereinbart wurde.

Informationen zur Praxisausstattung und Refinanzierung


Weiterführende Informationen

Sehr gute Leitfäden – speziell für die Zahnärzteschaft - für die Telematikinfrastruktur generell sowie die einzelnen medizinischen Anwendungen finden Sie auf der Website der KZBV.

Informationen und Checklisten für Praxen finden Sie auf der Fachseite der gematik.

Im Leitfaden „Datenschutz und IT-Sicherheit“ von BZÄK und KZBV werden u.a. die Anforderungen an PCs, Mobilgeräte, Tablets, medizinische Geräte sowie Praxissoftware erläutert.

Datenschutz & IT-Sicherheit in der Zahnarztpraxis

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