Rauchen und Mundgesundheit

Bei der Aufklärung über die Risiken des Rauchens und die Raucherentwöhnung kann der Zahnarzt eine bedeutende Rolle spielen. Denn 72 Prozent der Erwachsenen gehen mindestens einmal pro Jahr zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung und durchschnittlich 90 Prozent der Deutschen gehen immer zum selben Zahnarzt (Quellen DMS V / IDZ). Dieses Vertrauensverhältnis bietet gute Chancen gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern.

Der Zahnarzt kann bei der Aufklärung und der Raucherentwöhnung eine bedeutende Rolle spielen.

Die Bundeszahnärztekammer setzt sich schon seit Jahren verstärkt mit dem Thema Rauchen / Tabak und Mundgesundheit auseinander. Neben eigenen Informationen wie dem Policy Statement zum Thema Tabak und orale Gesundheit gibt die BZÄK immer wieder ihre fachliche Unterstützung für öffentlichkeitswirksame Patienteninformationen.


E-Zigaretten

E-Zigaretten werden fälschlicher Weise häufig als gesündere Alternative zum Tabakkonsum gutgeheißen. Ihr Gebrauch ist jedoch nicht unproblematisch.
Mit jedem Zug inhaliert der Konsument eine Mixtur aus diversen Chemikalien und/oder Glyzerin, Aromen und zumeist Nikotin. Das Gemisch aus Aerosolen einiger untersuchter E-Zigaretten enthält krebserregende Stoffe. Und auch ein negativer Einfluss auf Zähne und Zahnfleisch wurde 2016 erstmals in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen.

Memorandum zur gesetzlichen Regulierung von E-Zigaretten

Die Bundeszahnärztekammer schließt sich der Forderung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Aktionsbündnisses Nichtrauchen e.V. (ABNR) nach einem Verbraucher- und Jugendschutz und entsprechenden Gesetzesänderungen zur Regulierung von E-Zigaretten an.

Memorandum (06/2015)


Aktionsbündnis Nichtrauchen

Die Bundeszahnärztekammer ist Mitglied im Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR).
Das Bündnis von verschiedenen Organisationen aus dem Gesundheitsbereich hat sich zum Ziel gesetzt, die politischen Aktivitäten rund um das Thema Tabak zu bündeln.
www.abnr.de.


Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum

Aus der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (dkfz) sind folgende Veröffentlichungen hervorgegangen:

Faktenpapier

"Fakten zum Rauchen" (Auftakt der Rauchstopp-Kampagne "Rauchfrei 2008")

Publikationen Rauchen und Mundgesundheit

Kurzinformation - Faltblatt

Bestellungen ab 10 Ex. per E-Mail (Versand-kostenpauschale ab 2,50 € für 10 Ex.).

Tabakprävention und Tabakkontrolle - Rote Reihe Band 13

Erkrankungen des Zahn-, Mund und Kieferbereiches und Interventionsstrategien für Zahnärzte

Bestellung gegen Entrichtung eines Versandkostenanteils per E-Mail an a.baumann@bzaek.de (Frau Baumann)


Patienteninformationen zum Thema

Früherkennung des Mundhöhlenkrebses

Diese Information ist wissenschaftlich abgesichert und wurde von BZÄK und DGZMK erstellt. Sie ist so gestaltet, dass sie farbig oder schwarz-weiß ausgedruckt und als Kopiervorlage zur Vervielfältigung benutzt werden kann.

Früherkennung Mundhöhlenkrebs

Als Krebspatient zum Zahnarzt

Wie der Patient Zähne und Zahnfleisch während der Krebsbehandlung schützt und warum bei der Diagnose Krebs auch der Zahnarztbesuch wichtig ist.

Download

Krebs in der Mundhöhle - Risikofaktoren und Anzeichen

Wichtige Punkte der Patientenleitlinie „Mundhöhlenkrebs“ zusammengefasst, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und und erstellt durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ).

Download

Zahnärztekammern der Länder